Zivilgesellschaftliche Organisationen
Anlässlich des Besuches von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse in Dakar hatten die deutschen politischen Stiftungen im Senegal eine gemeinsame Veranstaltung durchgeführt. Beteiligt waren die Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt), die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). „Die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen“ war das Thema und eine hochrangige Runde mit Vertretern von Partnerorganisationen der Stiftungen war im Konferenzsaal der Friedrich-Ebert-Stiftung zusammengekommen. Der deutschen Delegation, zu der auch der Bundestagsabgeordnete Detlef Parr (FDP) gehörte, saßen als Vertreter von FNSt-Partnern gegenüber:der frühere Senegal-Botschafter in Bonn, General a.D. und heutige Direktor des „Institut Supérieur de Management“, einer Privatuniversität, M. Mamadou KEITA, der Direktor der angesehenen Wirtschaftszeitung „Journal de l´Economie“, M. Amadou Dirama GUEYE und „last but not least“ der Parlamentsabgeordnete M. Abdoulaye DRAME, Vorsitzender einer Gruppe (G13) von jungen liberalen Abgeordneten innerhalb der Fraktion der PDS (Parti Démocratique Sénégalais), einer Mitgliedspartei der Liberalen Internationale.
In seinem Beitrag wies Bundestagspräsident Thierse auf die gegensätzlichen Eindrücke hin, die er während seines Besuchs im Senegal gewonnen habe. Einerseits gebe es eine stabile Demokratie mit nur drei Präsidenten in über 40 Jahren seit der Unabhängigkeit, die allerdings einen autoritären Führungs- und Politikstil praktizierten. Dann konstatiere er ein doch erfreuliches Wirtschaftswachstum zwischen 5 und 6% und sehe aber doch eine extreme Armut. Diese Ausgangsthesen führten zu einer lebendigen und sachlichen Diskussion, bei der Fragen der Bildung, der Beschäftigung, Investitionsklima, aber auch Korruption und fehlende Qualifikationen bei Führungskräften zur Sprache kamen.
In seinen Dankworten konnte Ernst Specht, Regionalkoordinator Westafrika der FNSt, zusammenfassend den wichtigen Beitrag der Zivilgesellschaft hervorheben. Die Beiträge der Partner hätten gezeigt, dass politische, aber auch wirtschaftliche und soziale Entwicklungen wachsam beobachtet würden und die Zivilgesellschaft ihre Beteiligung an politischen Entscheidungen einzufordern bereit sei.





