Zeit zum Nachdenken
„Liberale Werte müssen wieder mehr zu einem Bestandteil des Lebensgefühls großer Gruppen werden“ so Hans D. Barbier. Er verwies in seinen einleitenden Worten darauf, dass nur so der bisweilen trocken und theoretisch anmutende Liberalismus in den Herzen der Menschen verankert werden könne. Die Zeitschrift „liberal“ mit ihrem breiten Themenspektrum, das auch künstlerische Beiträge umfasst, soll auch in Zukunft einen Beitrag dazu leisten, Freiheit und Verantwortung als grundlegende gesellschaftliche Werte zu stärken.

Otto Graf Lambsdorff
Anschließend forderte Otto Graf Lambsdorff mehr Mut, sich zu liberalen Ideen zu bekennen. Es sei ein Trugschluss, „zu denken, dass man dann ernstgenommen wird, wenn man sich dem Diskussionsstil anpasst, der mit Schlagwörtern und allerlei wohlklingenden Phrasen operiert, ohne tatsächlich an die Wurzeln der Probleme zu rühren.“ Am Beispiel der vorerst gescheiterten Verfassung für Europa machte er dann deutlich, wo es für Liberale Ansatzpunkte für grundlegende und konstruktive Kritik gibt. Vor allem müsse unter den Grundwerten die Freiheit vor der Gleichheit stehen. Auch die Regelungen zur Sicherung der Geldwertstabilität seien völlig unzureichend. In seiner Rede führte Otto Graf Lambsdorff Gedanken aus, die seinem Aufsatz „Zeit, neu nachzudenken“ im aktuellen Heft von „liberal“ zugrunde liegen.
An der anschließenden Diskussion nahmen neben den beiden Rednern auch Jürgen Koppelin, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und Barthold C. Witte, langjähriger Chefredakteur von „liberal“ Teil.
Rede Otto Graf Lambsdorff (PDF-Dokument)