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Wolfgang Gerhardt in Manila: Liberalismus ist Kultur

Wolfgang Gerhardt bei einem Interviewtermin
Wolfgang Gerhardt bei einem Interviewtermin
"Ich habe die Ehre, die Stiftung mit liberalen Grundsätzen und in eine liberale Richtung zu führen. Der Liberalismus ist nicht nur ein politisches Programm. Liberalismus ist eine Kultur", sagte Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, bei seiner Rede während der Abschlussfeier des 57. Kongresses der Liberalen Internationale (LI) in Manila, Philippinen.

 

Gerhardt unterstrich die Beiträge von Friedrich Naumann, dessen Ideale die Leitprinzipien der Stiftung wurden. Er betonte, dass Naumann Mitglied des Verfassungsausschusses während der Weimarer Republik war, und gewusst habe, dass geschriebenen Gesetze nicht ausreichen, um eine freie Gesellschaft zu gewährleisten. Politische Bildung, heute die Hauptaufgabe der Stiftung für die Freiheit, solle eine funktionierende Demokratie "mit politisch informierten und aufgeklärten Bürgern" gewährleisten.

 

Wolfgang Gerhardt besuchte Manila auch aus Anlass der Aktivitäten um den 25. Geburtstag der Stiftung in den Philippinen. Die Stiftung eröffnete das Büro in Manila nach der People Power Revolution im Jahr 1986 und die damalige Projektleiterin Lilli Löbsack war diesmal auch wieder mit dabei. In der Zwischenzeit hat sich eine Partnerschaft mit der Liberalen Partei der Philippinen entwickelt, das erste Vollmitglied von Liberal International (LI) in Asien und heute Regierungspartei. "Wir haben hier eine starke liberale Partei als Partner, und der Präsident ist unser Freund. Wir sind gerne hier", äußerte sich Gerhardt, als er über die Bedeutung der Philippinen für die Arbeit der Stiftung gefragt wurde.

 

Bei seinem Besuch im Büro der Stiftung weihte er die "Freedom Wall" ein, die das Wort Freiheit in verschiedenen Sprachen widerspiegelt und Menschen Statements über die Freiheit aufschreiben können. Auch das Vorstandsmitglied der Stiftung Manfred Richter, der Leiter Internationale Politik Ulrich Niemann und der Regionalbüroleiter für Südost- und Ostasien, Rainer Adam, waren bei der Veranstaltung dabei.

 

Wolfgang Gerhardt betonte auch die Notwendigkeit stärkerer internationaler Beziehungen zwischen Ländern als Teil der Entwicklung offener Gesellschaften. "Wir müssen ein politisches Umfeld fördern, das die aktive Beteiligung der Menschen ermöglicht“, sagte er. Er erwähnte, dass historische Altlasten nicht richtig beseitigt wurden und Hindernisse blieben beim Aufbau breiterer internationaler Gemeinden. "Einer der wichtigsten Punkte in der Entwicklung eines vereinigten Europa war die deutsch-französische Freundschaft. Ich hoffe, dass die gleiche Freundschaft sich zwischen asiatischen Gemeinschaften entwickelt wird – zwischen Japan und China oder Japan und Korea."

 

Beim LI-Kongress hatte Gerhardt auch LI-Präsident Hans van Baalen mit der Medaille der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ausgezeichnet. Van Baalen, der als LI-Präsident wiedergewählt wurde, würdigte die Mitglieder von LI. "Ich kann nur wirksam sein als Präsident in dieser Organisation, wenn wir Menschen haben, die engagiert für die Freiheit arbeiten. Daher ist diese Medaille nicht meine, sondern unsere Auszeichnung", sagte Van Baalen.

 

 

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letzte Änderung: 22.06.2011


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