Wohlfahrtsstaat vereitelt Armut nicht

John Kane-Berman, Dr. Otto Graf Lambsdorff, Eva-Maria Köhler-Renfordt Der Wohlfahrtsstaat: lindert oder erzeugt er Armut? Dr. Otto Graf Lambsdorff ging dieser Frage in seinem Festvortrag am 1. Februar in Johannesburg, Südafrika nach.
Auf Einladung des renommierten South African Institute of Race Relations (SAIRR) hielt der Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung, Dr. Otto Graf Lambsdorff, als Festredner den 41. Hoernlé-Vortrag zu dem Thema: “The Welfare State: Poverty Alleviation or Poverty Creation?“ Etwa 200 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Forschungsinstituten sowie die interessierte Öffentlichkeit fanden am 1. Februar 2006 den Weg zum Veranstaltungsort im Park Hyatt Hotel in Rosebank, Johannesburg, um sich diesen Vortrag anzuhören und im Anschluss daran mit Graf Lambsdorff zu diskutieren.

Mehr als 200 Teilnehmer beim Vortrag von Dr. Otto Graf Lambsdorff Dr. Otto Graf Lambsdorff legte in seiner Rede dar, inwiefern die sozialstaatlichen Weichenstellungen in Deutschland in der Vergangenheit zu der unbefriedigenden Wirtschaftsleistung des Landes in der Gegenwart führten. Insbesondere wies er darauf hin, dass Südafrika heute vor Entscheidungen stünde, die in der Zukunft zu ähnlichen Problemen wie in Deutschland führen könnten und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Politiker des Landes vermeidbare Fehler nicht wiederholten.
Zum Gedenken an den deutschen, nach Südafrika ausgewanderten Philosophen Alfred und an Dr. Agnes Winifred Hoernlé, einer angesehenen Anthropologin, die 1948 die African Music Society gründete, findet etwa alle zwei Jahre der Hoernlé-Festvortrag statt. Dazu lädt das South African Institute of Race Relations (SAIRR), langjährige Partnerorganisation der Friedrich-Naumann-Stiftung, international bedeutende Gastredner ein.
Eva-Maria Köhler-Renfordt
Regionalbüroleiterin Afrika
Der komplette Text von Graf Lambsdorffs Vortrag kann hier abgerufen werden.





