Wirtschaftliche Freiheit: Bayern Spitze, Berlin Schlusslicht
Im Ranking der heute veröffentlichten Studie „Wirtschaftliche Freiheit in den deutschen Bundesländern 2010“ belegen erneut Bayern und Baden-Württemberg die ersten beiden Plätze. Berlin bildet, wie schon im Vorjahr, das Schlusslicht. Von den neuen Bundesländern schneiden Thüringen (Platz 10) und Brandenburg (12) am besten, von den alten Bremen (11) am schlechtesten ab.
Aktuelles Ranking: Schleswig-Holstein, Hessen und Thüringen verbessern sich Zugrunde liegen der Studie Daten des Jahres 2008, dem Jahr, in dem die internationale Finanzmarktkrise die Schlagzeilen zu beherrschen begann. Mit der Krise erklärt Detmar Doering, Leiter des die Studie herausgebenden Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, dass es im Vergleich zu 2007 keine nennenswerte Verbesserung gab: „Sowohl im Westen als auch im Osten stagniert die wirtschaftliche Freiheit. Ob das gerade in Zeiten der Krise die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands insgesamt stützt, muss bezweifelt werden.“

Länderdaten im Vergleich seit 1994 Die Studie stellt zwei Indizes wirtschaftlicher Freiheit für die deutschen Bundesländer vor. Grundlage sind bis zu zehn Indikatoren verschiedener wirtschaftlicher Kenngrößen, die den staatlichen Einfluss auf die Wirtschaft kennzeichnen. Der L-Index wirtschaftlicher Freiheit bezieht sich auf die alten Bundesländer und deckt den Zeitraum 1970 bis 2007 ab. Er stützt sich auf acht der zehn Indikatoren. Der umfassendere K-Index wirtschaftlicher Freiheit bezieht zudem die neuen Bundesländer ein; ihm liegen alle zehn Indikatoren im Zeitraum von 1994 bis 2007 zugrunde.
Die Autoren der Studie sind Roman Bertenrath (Dipl.-Kfm. und Rechtsanwalt, Mitarbeiter der IW Consult GmbH, Köln), Dr. Clemens Fuest (Professor of Business Taxation und Research, Director am Centre for Business Taxation der Universität Oxford sowie Direktor des Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts an der Universität zu Köln) und Patrick Welter (Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung).
Die Autoren weisen darauf hin, dass mehr wirtschaftliche Freiheit Hand in Hand geht mit einem höheren Pro-Kopf-Einkommen, mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum und einer niedrigeren Arbeitslosigkeit.
Ergänzende Materialien:
Vollständige Studie als PDF
Interview mit Detmar Doering, Leiter des Liberalen Instituts





