Westafrika: Fragile Demokratien, europäische Interessen
Expertengespräch in Berlin

Mehler, Winkler, Aning
Westafrika mit seinen 16 Ländern liegt nur sechs Flugstunden von Deutschland entfernt – und fiel in den letzten zwei Jahrzehnten in Europa eher durch Negativ-Schlagzeilen auf: Staatsstreiche in Guinea und Mauretanien, Tuareg-Konflikt in Mali, Bürgerkriege in Liberia und Elfenbeinküste, Drogenhandel in Guinea-Bissau, Al-Qaida im islamischen Maghreb (AQIM).
In dieser politisch instabilen Region leben derzeit eine Viertelmilliarde Menschen. Bis 2050 werden es eine halbe Milliarde sein, die anhaltender Armut und Perspektivlosigkeit ausgesetzt sind. Vor allem bei der schnell wachsenden jungen Bevölkerung führt dies zunehmend zu Unzufriedenheit und häufig auch zu Radikalisierung.
Die Flucht über das Mittelmeer nach Europa oder illegaler Drogenhandel erscheinen vielen als Auswege aus ihrer desolaten Situation. Was bedeutet dies für Europa und Deutschland? Welche Herausforderungen bringen irreguläre Migration, Urbanisierung, Drogenschmuggel, islamistischer Terrorismus, Piraterie und neue Öl- sowie Gasfunde mit sich?

Aning
Über Westafrikas Herausforderungen und Chancen diskutierten Kwesi Aning, Leiter der Forschungsabteilung des 2004 gegründeten Kofi Annan International Peacekeeping Centre (KAIPTC) in Accra, Ghana, und Andreas Mehler, Direktor des GIGA Instituts für Afrika-Studien in Hamburg, auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in den Räumen des Kooperationspartner GIGA in Berlin. Die Moderation hatte ein weiterer Sicherheitsexperte, Hans Christian Winkler, von der Bundesakademie für Sicherheitspolitik inne.
Denise Dittrich
Referentin für Subsahara-Afrika
Redemanuskript von Kwesi Aning (PDF, engl; es gilt das gesprochene Wort)





