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Weimar: Preis für langjährigen Stiftungspartner

Raghuvanshi
Raghuvanshi
Lenin Raghuvanshi
, langjähriger Partner der Stiftung in Indien, hat den Weimarer Menschenrechtspreis 2010 erhalten. Ausgezeichnet wurde er für sein Engagement für die Dalits, die Kaste der Unberührbaren. Die Verleihung fand im Festsaal der Hochschule für Musik Franz Liszt statt.

Victor
Victor
In seiner Ansprache erläuterte Christoph Victor, Vorsitzender des Vergabebeirats des Menschenrechtspreises, dass der Preis nicht nur eine Auszeichnung für Menschenrechtler sei. Er werde an Aktivisten verliehen, die aufgrund ihrer Arbeit Anfeindungen und Drohungen ausgesetzt sind. Der Preis und die damit generierte Aufmerksamkeit sollen die Träger und ihre Arbeit schützen.

Berndt
Berndt
Rolf Berndt
, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung, hielt die Laudatio. Er hob hervor, Raghuvanshi habe „durch sein langjähriges Engagement für die sozial und gesellschaftlich Benachteiligten eine stärker personenbezogene und die menschliche Würde schützende Zusammenarbeit mit diesen Bevölkerungsgruppen in Indien etabliert“.

Lenin Raghuvanshi betonte in seiner Dankesrede, wie wichtig es sei, Missstände aufzuzeigen. Die in Indien vorherrschende Kultur des Schweigens über die gesellschaftliche Ausgrenzung und Rechtlosigkeit der Dalits müsse durchbrochen werden.

Preisgeld für People’s Vigilance Committee on Human Rights

Vor der Preisverleihung hatte Raghuvanshi ein straffes Programm absolviert. Im Anschluss an eine Pressekonferenz, bei der die Stiftung für die Freiheit durch Siegfried Herzog, Regionalbüroleiter für Südasien, vertreten wurde, trug sich der Preisträger mit folgenden Worten in das Goldene Buch der Stadt Weimar ein: „For a pluralistic, democratic world based on human rights and the rule of law, long live the spirit of Weimar in the world“.

bei der Preisübergabe: Victor, Raghuvanshi und Stefan Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Weimar (v. l. n. r.)
bei der Preisübergabe: Victor, Raghuvanshi und Stefan Wolf, Oberbürgermeister der Stadt Weimar (v. l. n. r.)
Außerdem sprach der Preisträger, der mit Frau und Sohn angereist war, mit Schülern eines örtlichen Gymnasiums über die Lage der Menschenrechte in Indien. In Kooperation mit der Universität Jena fand eine Podiumsdiskussion zur Universalität der Menschenrechte statt. Während Lenin Raghuvanshi die Situation in Indien beleuchtete, gab Professor Eichenhofer von der rechtswissenschaftlichen Fakultät eine Einführung zu den Menschenrechten und konzentrierte sich anschließend auf das Thema der Kinderrechte. Es folgte eine lebhafte Diskussion mit den etwa neunzig jungen Teilnehmern.

Der Weimarer Menschenrechtspreis wurde in diesem Jahr zum 16. Mal verliehen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schülern der Hochschule für Musik Franz Liszt. Die Stiftung für die Freiheit hatte Raghuvanshi für die Auszeichnung vorgeschlagen. Die Laudatio hält ein Vertreter derjenigen Einrichtung, die die Jury mit ihrem Vorschlag überzeugen konnte. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro will Raghuvanshi seiner eigens für seine Arbeit gegründeten Organisation People’s Vigilance Committee on Human Rights zur Verfügung stellen.

Maria Schneider

Dankesrede von Lenin Raguvanshi (PDF)
Laudatio von Rolf Berndt (PDF)
letzte Änderung: 20.12.2010


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