Was Oskar Brüsewitz in die Selbstverbrennung trieb
am 15.04.2009 in Potsdam

Brüsewitz-Plakat ''Funkspruch an alle''
Am 18. August 1976 verbrannte sich der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz öffentlich in der DDR-Kleinstadt Zeitz. Mit seinem zuvor aufgestellten Plakat „Funkspruch an alle“ protestierte er gegen die ideologische Drangsalierung von Kindern und Jugendlichen im sozialistischen Erziehungs- und Bildungssystem.
Fast 20 Jahre nach dem Sturz der SED-Regierung ist vieles von dem, was die DDR zu einem Unrechtsstaat machte, verwischt, verharmlost und der Leugnung anheim gefallen. Kaum noch erfahren junge Menschen an den Schulen, was es mit dem SED-Regime auf sich hatte. Auch der Kampf des Oskar Brüsewitz für Freiheit und Menschlichkeit droht in Vergessenheit zu geraten.
Der Schriftsteller und Journalist Alexander Richter liest aus dem unveröffentlichten Manuskript seines zweiten Bandes über Oskar Brüsewitz und belegt, in welch engem Zusammenhang dessen Selbstverbrennung mit der mangelnden Aufarbeitung der Geschichte der DDR steht. Darüber hinaus sollen im 20. Jahr der friedlichen Revolution die Wesensmerkmale und Strukturen der Erziehung zur Unmündigkeit in der DDR sowie deren Folgen und politische Aktualität reflektiert werden.
Was Oskar Brüsewitz in die Selbstverbrennung trieb - Die Erziehung zur Unmündigkeit und ihre Folgen
am 15.04.2009 in Potsdam





