Uruguay: „Uns geht’s gut, aber es läuft nicht gut.“
"Estamos bien pero vamos mal.”

Ignacio de Posadas „Uns geht’s gut, aber es läuft nicht gut.“ Mit diesen Worten rundete der ehemalige Wirtschaftsminister Uruguays Ignacio de Posadas seinen Vortrag ab. Das Thema des Panels war „Was machen die erfolgreichen Staaten dieser Welt richtig und was macht Uruguay falsch?“ Die Debatte wurde auf dem “Forum der Freiheit“ in der katholischen Universität in Montevideo geführt, veranstaltet vom Liberalen Kreis (Círculo liberal), einer langjährigen Partnerorganisation der Stiftung im Lande.

Montevideo Vor fünf Jahren war Uruguay in einer existenziellen wirtschaftlichen Krise. Nach dem Fall von Argentinien gab niemend mehr einen Heller für Uruguay, ein Land, das wirtschaftlich ähnlich strukturiert ist wie sein grosser Nachbar. Allerdings ohne große Energievorkommen, ohne die ungeheuren Landreserven und ohne eine große, gut ausgebildete Mittelschicht, ein Land mit 3, 5 Mio. Einwohnern und mehr als 10 Millionen Rindern und Schafen – und der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung in Lateinamerika. Ein Land, das allerdings mittlerweile seine Schulden regelmäßig zurückzahlt.

Ramon Diaz bei der Preisverleihung Uruguay wird heute von eine linksgeführten Koalition regiert, die frühere Partnerpartei der Stiftung (Partido Nacional) ist größte Oppositionspartei des Landes. Zur Veranstaltung des Freiheitsforums riefen verschiedene liberale Gruppierungen des Landes auf. Zusammen mit der angesehenen Tageszeitung „El Pais“, die mit kostenlos geschalteten Anzeigen und Artikeln eine Art Sammlungsbewegung der liberalen politischen Kräfte im Lande bzw. in der Hauptstadt anstieß. Der bekannte liberale Denker und Schriftsteller Ramon Diaz erhielt den diesjährigen Forum-Preis für sein Lebenswerk, das u. A. aus einer respektablen Serie von Veröffentlichungen zu liberalen Themen besteht.





