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USA: Konferenz mit internationalen Migrationsexperten

Lori Saldaña
Lori Saldaña
“Perspectives and Proposals on Migration” – unter diesem Titel hatten das Transatlantische Dialogprogramm der Friedrich-Naumann-Stiftung in Washington D.C. und das Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Mexiko City Migrationsexperten aus den USA, Mexiko, Zentralamerika und Europa zu einer Konferenz nach San Diego eingeladen. Die dortige Landtagsabgeordnete Lori Saldaña berichtete über die aktuellen Diskussionen zum Thema Zuwanderung im kalifornischen Landtag sowie auf lokaler Ebene in San Diego.

v.l.n.r.: Fraktionsvorsitzender Miguel Angel Jimenez (Nueva Allianza Mexico); Dr. Thomas Cieslik, Projektkoordinator Mexiko; Salvator Beltran, Director for Border and Institutional Relations, Human Rights Commission Mexico; Prof. Dr. Franzisco Alba, Professor El Colegio del Mexico (COLMEX) und Mitglieder der globalen Zuwanderungskommission der Vereinten Nationen, Dr. James Harrigan, Assistant Professor for political Science, Saint Vincent College
v.l.n.r.: Fraktionsvorsitzender Miguel Angel Jimenez (Nueva Allianza Mexico); Dr. Thomas Cieslik, Projektkoordinator Mexiko; Salvator Beltran, Director for Border and Institutional Relations, Human Rights Commission Mexico; Prof. Dr. Franzisco Alba, Professor El Colegio del Mexico (COLMEX) und Mitglieder der globalen Zuwanderungskommission der Vereinten Nationen, Dr. James Harrigan, Assistant Professor for political Science, Saint Vincent College
Am nächsten Tag präsentierten die Teilnehmer aus Mexiko und Zentralamerika sowie aus den USA ihre Ansatzpunkte zu einer verbesserten Zusammenarbeit in der Migrationspolitik der westlichen Hemisphäre. Die Experten waren sich bei der anschließenden Diskussion einig, dass nach dem 11. September 2001 ein Paradigmenwechsel in der US-Zuwanderungspolitik stattgefunden habe. Die Sicherheitsinteressen der USA hätten nun oberste Priorität, Migration werde weitgehend unter dem Sicherheitsaspekt in der politischen Diskussion betrachtet. Dies habe dazu geführt, dass legale Zuwanderung aus Lateinamerika immer schwieriger werde. Die Tatsache, dass Mexiko nicht nur Entsendeland, sondern auch Transitland und Zuwanderungsland ist, spiele dabei in der amerikanischen Diskussion bisher nur eine untergeordnete Rolle.

v.l.n.r.: Abgeordneter Juan José Cabrera Alonso, ehem. Vizeaußenminister von Guatemala; Alejandro Chafuen, President and CEO, Atlas Economic Research Foundation; Felix Maradiaga, ehem. Assistant Secretary of Defense in Nicaragua, jetzt Senior Researcher beim Institute of Strategic Studies and Public Policy; Germán Espinal, Director for Migration, Immigration and Foreign Service Office, Honduras
v.l.n.r.: Abgeordneter Juan José Cabrera Alonso, ehem. Vizeaußenminister von Guatemala; Alejandro Chafuen, President and CEO, Atlas Economic Research Foundation; Felix Maradiaga, ehem. Assistant Secretary of Defense in Nicaragua, jetzt Senior Researcher beim Institute of Strategic Studies and Public Policy; Germán Espinal, Director for Migration, Immigration and Foreign Service Office, Honduras
Die Experten aus den Ländern Zentralamerikas und Mexikos betonten ihr Interesse an einem stärkeren Dialog mit der US-Regierung, um gemeinsame Sicherheitsinteressen zu identifizieren. Die Teilnehmer stellten fest, dass der Dialog zwischen den Ländern Lateinamerikas und Mexikos zu diesem Thema verbessert werden muss. Die Rolle von Remittances (finanzielle Transferleistungen von Zuwanderern in ihre Heimatländer) als Entwicklungsfaktor werde auch von der US-Regierung immer stärker erkannt. Allein im letzten Jahr hätten diese Remittances nach Lateinamerika etwa 52 Mrd. US-Dollar betragen.

Die Migrationsexperten im Gespräch mit der US Border Patrol
Die Migrationsexperten im Gespräch mit der US Border Patrol
Während eines Besuches an der US-Grenze zu Mexiko hatten die Experten die Gelegenheit, sich mit dem US-Grenzschutz und der kalifornischen Nationalgarde über deren Arbeit auszutauschen und mehr über die täglichen Herausforderungen zu erfahren. Am nächsten Tag stellten die Zuwanderungsexperten von Europäischer Kommission und Bertelsmann-Stiftung die europäische Perspektive der Migrationspolitik dar, bevor eine öffentliche Podiumsdiskussion an der Alliant Universität die dreitägige Konferenz beendete.

Abschlussveranstaltung an der Alliant University in San Diego: Christal Morehouse, Project Manager, Bertelsmann Foundation; Miguel Angel Jimenez; Dr. Thomas Cieslik; Juan José Cabrera Alonso; Dr. James Harrigan, Assistant Professor for political Science, Saint Vincent College
Abschlussveranstaltung an der Alliant University in San Diego: Christal Morehouse, Project Manager, Bertelsmann Foundation; Miguel Angel Jimenez; Dr. Thomas Cieslik; Juan José Cabrera Alonso; Dr. James Harrigan, Assistant Professor for political Science, Saint Vincent College
Die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Atlas Economic Research Foundation sowie der Alliant University stattfand, brachte erstmals Experten aus Mexiko, Zentralamerika und den USA sowie aus Europa an einen Tisch. Die Ergebnisse der Konferenz sollen in Form eines Positionspapiers mit politischen Handlungsvorschlägen bis Ende April vorliegen.


Kathrin Yoneoka
Program Officer
Transatlantic Dialogue
letzte Änderung: 12.09.2008


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