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Dialog zwischen Korea und Deutschland fortgesetzt

Als sich die Väter des Koreaprojekts der Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt), Uwe Johannen, Regionalbüroleiter der FNSt für Südost- und Ostasien, Minister Dr. Cho Chang-hyun und Professor Dr. Kim Chong-yang, Präsident der Hanyang Universität, kürzlich in Seoul wiedertrafen, gab es viel zu feiern. Mit großem Stolz blickten die Gründer des weltweit einzigartigen Kooperationsprojekts zwischen Stiftung und Universität zur Förderung der lokalen Autonomie und kommunalen Selbstverwaltung auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurück.

vl: Prof. Park Eung-kyuk, Minister Dr. Cho Chang-hyun, Ute Johannen, Uwe Johannen, Ulrich Niemann, Prof. Dr. Kim Chong-yang
vl: Prof. Park Eung-kyuk, Minister Dr. Cho Chang-hyun, Ute Johannen, Uwe Johannen, Ulrich Niemann, Prof. Dr. Kim Chong-yang
Seit der gemeinsamen Gründung des Center for Local Autonomy (CLA) und, einige Jahre später, der Graduate School for Local Autonomy (GSLA) haben Zehntausende von Kommunalbeamten, lokalen Mandatsträgern, Bürgervertretern und Wissenschaftlern an den von den Partnern gemeinsam organisierten Aus- und Fortbildungsprogrammen in Korea und Deutschland teilgenommen. Dadurch ist die FNSt in Südkorea zum Synomym für den Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung als einem Hauptpfeiler der noch jungen Demokratie geworden.

In einer zweiten Welle der Demokratisierung des Landes hat die neue Reformregierung Südkoreas den weiteren Ausbau der lokalen Autonomie als ein Hauptziel erklärt und baut dabei auf die fortwährende Unterstützung der liberalen Stiftung. Mit einem Glas Moselwein stießen die Gründerväter auf diese Erfolgsstory und die unlängst erfolgte offizielle Registrierung der FNSt als nicht-gewinnorientierte Organisation beim südkoreanischen Außenministerium an.

Dass die Stiftung in Südkorea ein gefragter Partner im Bereich des politischen Reformdialogs ist, zeigten viele hochrangige Begegnungen des Regionalbüroleiters während seines dreitägigen Aufenthalts in Seoul. Zusätzliches Profil gewann die Stiftung durch ihre seit dem vergangenen Jahr in Nordkorea durchgeführten Fortbildungsmaßnahmen zur Vermittlung marktwirtschaftlicher Kenntnisse. Diese neuen Aktivitäten in Nordkorea standen im Mittelpunkt der Gespräche mit Friedensnobelpreisträger und Altpräsident Kim Dae-jung sowie dem südkoreanischen Vereinigungsminister und Vize-Premier Chung Dong-young. Beide würdigten das Engagement der Stiftung in Nordkorea. Gerade in der derzeitigen konfliktträchtigen politischen Lage auf der koreanischen Halbinsel übernähme die FNSt eine wichtige Brückenbauerfunktion. Altpräsident Kim erinnerte an die Wiederbelebung der innerkoreanischen Beziehungen nach dem Gipfeltreffen mit Kim Jong-il im Jahr 2000 und sprach von einer sich ändernden gegenseitigen Wahrnehmung. Der Nuklearkonflikt auf der Halbinsel erschwere jedoch den innerkoreanischen Dialog und mache viele Formen des Engagements unmöglich. Vereinigungsminister Chung erwartet bald Zeichen aus Pjöngjang, den innerkoreanischen Dialog wieder aufzunehmen. Auch die Sechsparteiengespräche könnten Ende des Jahres in eine neue Runde gehen, so der Minister.

Die aktuelle Sicherheitslage in der Region war auch Thema des Gesprächs mit dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses in der Nationalversammlung und langjährigen Freund der Stiftung, Dr. Yoo Jay-kun. Beide Seiten stimmten überein, dass gerade in der derzeitigen Konfliktsituation verbleibende Kanäle der Kommunikation und Kooperation mit dem Norden genutzt werden müssten.

Die Einbeziehung der Uri-Partei in die Kooperation mit dem Council of Asian Liberals and Democrats (CALD) sowie Strategien der politischen Weiterbildung wurden mit dem Vorsitzenden des Komitees für internationale Kooperation der Uri-Partei, Botschafter Chung Eui-yong (MP), und dem neugewählten Präsidenten der Uri-Partei, Professor Dr. Park Myung-kwang (MP) ausführlich diskutiert.

Ein weiterer Höhepunkt des Programms war das Treffen mit der Ministerin für Regierungsgesetzgebung (Government Legislation), Dr. Kim Sun-wook, die vor siebzehn Jahren in Konstanz in Verwaltungsrecht promoviert wurde und ein Beispiel dafür ist, dass Stipendiaten der FNSt große Karrieren machen können. Auf Einladung der Ministerin kamen die Vertreter der Naumann-Sitftung sowie weitere koreanische Altstipendiaten, darunter Fernsehjournalisten, Manager, Frauenrechtlerinnen und Professoren, bei einem Mittagessen zusammen, um Erinnerungen an Deutschland und die deutsche Sprache wieder aufleben zu lassen.
letzte Änderung: 12.09.2008


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