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Transatlantiker: Gemeinsame Werte, gemeinsame Wege

Transatlantischer Dialog in Berlin
Transatlantischer Dialog in Berlin
Die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA fußen auf einem stabilen Fundament gemeinsamer Werte und sind seit mehr als einem halben Jahrhundert ein tragendes Element der Außenpolitik beider Länder. Doch hat sich die Welt in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert und mit ihr das Umfeld der transatlantischen Partnerschaft. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit nahm die Berufung des liberalen Bundestagsabgeordneten Harald Leibrecht in das Ehrenamt des Koordinators der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit zum Anlass für eine Podiumsdiskussion über Status quo und Zukunft der transatlantischen Beziehungen.

 

Podium mit Leibrecht, Jordan...
Podium mit Leibrecht, Jordan...
In seinem Einführungsvortrag betonte Harald Leibrecht die gemeinsame Wertebasis der transatlantischen Partner. Die guten Beziehungen zu den USA sind und bleiben ein Grundpfeiler deutscher Außenpolitik. Doch noch wichtiger sind die Verflechtungen unserer Gesellschaften abseits der diplomatischen und politischen Netzwerke: Die engsten Handelsbeziehungen der Welt sowie der zwischengesellschaftliche und kulturelle Austausch belegen die Lebendigkeit und Unverbrüchlichkeit der transatlantischen Partnerschaft.

 

...Nolte, Murphy und...
...Nolte, Murphy und...
Unterschiedliche Auffassungen in Einzelfragen seien kein Grund, die enge gemeinschaftliche Basis der Werte und Ideale in Zweifel zu ziehen. Ganz im Gegenteil, seien die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam zu bewältigen. Auch der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, Phillip Murphy, betonte in seiner einleitenden Rede die unvermindert guten Beziehungen zwischen seinem Land und Deutschland. Die transatlantische Partnerschaft sei weltweit das Erfolgsmodell bilateraler Beziehungen. Die enge Verflechtung Deutschlands und der USA auf allen Ebenen und in allen Bereichen sei ohne eine fundamentale Gemeinsamkeit der Werte und Ideale nicht denkbar.

 

...Moderatorin Stelzenmüller.
...Moderatorin Stelzenmüller.
In der anschließenden, von Constanze Stelzenmüller moderierten Diskussion warf der Journalist Don Jordan jedoch die Frage auf, ob sich angesichts der neuen Herausforderungen nicht zunehmend auch Unterschiede bemerkbar machten, die nicht allein durch Meinungsverschiedenheiten in Einzelfragen erklärbar sind. Es gäbe durchaus unterschiedliche Grundsätze auf beiden Seiten des Atlantiks, die dann zu unterschiedlichen Auffassungen führen.

 

Prof. Paul Nolte (Berlin) sprach von einer veränderten Wahrnehmung der Vereinigten Staaten bei der nachwachsenden Generation in Deutschland, deren Amerikabild weit weniger umfassend und positiv sei, als das der Nachkriegsgeneration. Er wünsche sich eine Diskussion um die Gemeinsamkeit der Werte anhand konkreter aktueller Fragen, wie beispielsweise der PID, den Einstellungen zu Neuen Sozialen Medien und Datenschutz und ähnlichen aktuellen Themen.

 

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit leistet mit ihrem Transatlantischen Dialogprogramm seit 25 Jahren einen Beitrag zu Stärkung und Ausbau der Transatlantischen Beziehungen.

letzte Änderung: 16.12.2011


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