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Thomas-Dehler-Preis für Dr. Wolfgang Gerhardt

Reger Zuspruch - Verleihung des  Thomas-Dehler-Preises in München
Reger Zuspruch - Verleihung des Thomas-Dehler-Preises in München
Bis auf den letzten Platz besetzt war am vergangenen Samstag der Festsaal des Literaturhauses in München bei der Verleihung des Thomas-Dehler-Preises 2006 an Dr. Wolfgang Gerhardt (MdB), den Vorsitzenden des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung. Vor über 300 Gästen überreichte der Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung, Hermann Rind, die Urkunde zusammen mit der bayerischen Landesvorsitzenden der FDP, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (MdB) und würdigte den Preisträger:

Hermann Rind, Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung
Hermann Rind, Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung
"In Anerkennung seiner besonderen Verdienste und die Freiheit und Einheit Deutschlands und in Würdigung seiner Leistungen um die Gestaltung der inneren Freiheit Deutschlands wird Dr. Wolfgang Gerhardt (MdB) der Thomas-Dehler-Preis 2006 verliehen."

Die Laudatorin: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Die Laudatorin: Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
In ihrer Laudatio schilderte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Dr. Wolfgang Gerhardt als "geradlinig, affärenfrei und aufrecht". Er habe in seiner politischen Laufbahn immer engagiert und entschieden für das Recht der Menschen auf ein Höchstmaß an Freiheit gekämpft. Seine Worte - "Wir brauchen Regeln, wenn die Freiheit Bestand haben soll. Aber wenn wir ein freiheitlicher Rechtsstaat bleiben wollen, dürfen wir die ethische Überlegenheit des Rechtsstaates nicht preisgeben" - seien die Maxime für eine ausgewogene Balance zwischen Freiheit und Sicherheit.

Besonders würdigte sie seine Haltung und seinen Stil: Kompetenz, Erfahrung und Menschlichkeit. "Sie stehen damit in der Tradition eines großen Liberalen, einer Tradition, der Sie sich durch Ihr gesamtes bisheriges Wirken als äußerst würdig erwiesen haben", dies waren die Schlussworte der Laudatorin.

Der Preisträger: Dr. Wolfgang Gerhardt
Der Preisträger: Dr. Wolfgang Gerhardt
In einer Grundsatzrede "Freiheit darf kein vergessenes Ideal werden" beschwor der Thomas-Dehler-Preisträger die Gleichwertigkeit aller Menschen und die Chancengerechtigkeit, die der Staat allen Bürgern eröffnen müsse: "In einer freien Gesellschaft müssen Menschen sich gemäß ihrer Fähigkeiten auch frei entwickeln können. Der Staat muss seinen Bürgern Chancen eröffnen, kann aber nicht den Erfolg garantieren".

Nach seinen Worten muss die Idee der Freiheit in Deutschland wieder stärker ihren Platz bekommen. Daran wirkt die Friedrich-Naumann-Stiftung in ihrer politischen Erwachsenenbildung mit; es geht ihr dabei nicht nur um Wissen, sondern vor allem auch um Charakter und Haltung. Dr. Gerhardt zitierte abschließend Karl Popper: "Wir müssen vorangehen in das Unbekannte und Unsichtbare, wobei wir die Vernunft, die uns zu Gebote steht, dazu nutzen, Freiheit und Sicherheit zu schaffen." Dazu will der Preisträger die Menschen ermutigen und dieser Aufgabe stellt sich die Stiftungsarbeit.
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letzte Änderung: 12.09.2008


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