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Tansania: Wolfgang Gerhardt besucht liberale Partei

CUF-Generalsekretär Sharif Hamad mit Wolfgang Gerhardt
CUF-Generalsekretär Sharif Hamad mit Wolfgang Gerhardt
Der Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, hat im Rahmen von Partnergesprächen und der Teilnahme an der Regionaltagung der Stiftung in Afrika die Gelegenheit wahrgenommen, die Arbeit der Stiftung in Tansania kennen zu lernen. Höhepunkt dieser Reise waren zwei intensive Gespräche mit den beiden führenden Persönlichkeiten der Liberal International-Mitgliedspartei Civic United Front (CUF), Generalsekretär Sharif Hamad sowie dem Parteivorsitzenden, Professor Ibrahim Lipumba.

Tansania
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Gegenstand des Gesprächs mit dem Generalsekretär und dessen Team, das im Parteihauptquartier auf Sansibar, der Hochburg der CUF, stattfand, war die politische Situation des Archipels, die immer wieder von Gewalt und Ausschreitungen bedroht ist. Ursache für diese Probleme ist die Tatsache, dass die ehemalige sozialistische Einheitspartei Nyereres, Chama cha Mapinduzi (CCM) weiterhin glaubt, ein Anrecht auf die Regierungsgewalt zu besitzen. So hat CCM sich nicht gescheut, 1995, 2000 und 2005 massiv die Wahlergebnisse auf den Inseln zu verfälschen und die CUF um den Wahlsieg zu bringen. Sharif Hamad, der auch der Präsidentschaftskandidat der CUF für die Inseln war, konnte Dr. Gerhardt und den deutschen Gästen von den Wahlfälschungen und deren Konsequenzen aus erster Hand berichten.

In den letzten eineinhalb Jahren hatte es Bemühungen gegeben, eine Regierung der nationalen Einheit zwischen CCM und CUF zu bilden, doch diese sind an der Starrhalsigkeit der CCM-Führung auf Sansibar gescheitert, obwohl der Präsident von Gesamt-Tansania, J. Kikwete, diesem Vorhaben ausgesprochen positiv gegenüber stand. Hamad wies auf die Bedeutung von internationalen Wahlbeobachtern bei den anstehenden Wahlen 2010 hin und unterstrich, wie wichtig es sei, dass diese auch im Vorfeld der Wahlen bereits auf den Inseln tätig seien, da die Erfahrung lehre, dass ein Großteil der Wahlfälschungen bereits lange vor den Wahlen begangen werde. Wolfgang Gerhardt lud den Generalsekretär ein, diese Art von Informationen über die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit der FDP in Deutschland zur Verfügung zu stellen, damit diese durch ihre Mandatsträger entsprechend reagieren könne.

Gruppenbild mit Prof.Ibrahim  Lipumba (CUF) in der Mitte
Gruppenbild mit Prof.Ibrahim Lipumba (CUF) in der Mitte
Bei dem Treffen mit dem Parteivorsitzenden Professor Lipumba im Hauptquartier der CUF in Daressalam auf dem Festland, ging es auch um das African Liberal Network (ALN), ein Zusammenschluss von liberalen Parteien aus ganz Afrika, das von der Stiftung für die Freiheit strategisch und programmatisch unterstützt wird. Professor Lipumba unterstrich die Wichtigkeit des Netzwerkes für seine Partei, das als Forum für liberale Ideen auf dem Kontinent Afrika fungiere. Gerhardt informierte sich außerdem über die Zusammenarbeit der Stiftung mit der CUF in der Vergangenheit sowie die Herauforderungen für die Zukunft.

Begleitet wurde Gerhardt von Harald Klein, dem Leiter Internationale Politik (IP) in der Stiftung, Gabriele Reitmeier, Leiterin des Afrikareferats IP, Eva-Maria Köhler-Renfordt, Regionalbüroleiterin Afrika, Barbara Groeblinghoff, Projektmanagerin für Ostafrika und Veni Swai, Programmmitarbeiterin Ostafrika.

Barbara Groeblinghoff

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letzte Änderung: 23.10.2008

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