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Stuttgart: Reinhold-Maier-Medaille für Helen Zille

Festlicher Rahmen im Stuttgarter Hotel Le Méridien
Festlicher Rahmen im Stuttgarter Hotel Le Méridien
Am letzten Wochenende ihres Deutschland-Besuchs ist die Südafrikanerin Helen Zille, Vorsitzende der Democratic Alliance (DA) und Ministerpräsidentin des Westkap, eine der neun Provinzen in der Republik Südafrika, in Stuttgart mit der Reinhold-Maier-Medaille ausgezeichnet worden.

 

Rülke
Rülke
Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, erinnerte an den Besuch Zilles im Landtag, bei dem die Politikerin den FDP-Politikern ins Stammbuch geschrieben habe, man müsse sehen, dass man eine Regierung anführe. Darum werde man sich bemühen, ohne jedoch etwas versprechen zu wollen, sagte Rülke. Jedenfalls ehre in der Regel der Preis einen Preisträger; heute ehre jedoch die Preisträgerin den Preis.

 

Goll
Goll
Ulrich Goll MdL, Vorsitzender der Reinhold-Maier-Stiftung, erinnerte an den Werdegang der Preisträgerin. Helens Vater Wolfgang Zille emigrierte 1934 von Berlin nach Johannesburg in Südafrika. Ihre aus Essen stammende Mutter Mila Cosman floh 1939 nach England und gelangte 1948 nach Südafrika, wo die Eltern sich kennenlernten und 1950 heirateten. Zille studierte an der Witwatersrand-Universität in Johannesburg. Nach dem Erwerb des akademischen Grades Bachelor begann Zille ihre politische Karriere als Politikjournalistin für die Zeitung The Rand Daily Mail, wo sie hohes Ansehen gewann, nachdem sie die Wahrheit und die Hintergründe von Steve Bikos Tod im Jahr 1977 aufdeckte. Sie war führend in verschiedenen Kampagnen wie der Black-Sash-Bewegung, der End Conscription Campaign und dem South Africa Beyond Apartheid Project sowie dem Cape Town Peace Committee aktiv. 1997 war sie Vorsitzende des Aufsichtsrates der Grove Primary School of South Africa. Sie wurde Bildungsministerin in der Provinz Westkap und anschließend Parlamentsmitglied für die Democratic Alliance (DA). Innerhalb der DA wurde sie schließlich zur stellvertretenden Vorsitzenden der Partei und zur politischen Sprecherin und Sprecherin für Bildungsfragen.

 

„Freedom you can use.“

 

Am 15. März 2006 wurde sie mit 106 zu 103 Stimmen zur Bürgermeisterin Kapstadts gewählt, dieses Amt hatte sie auch zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 inne, bei der Kapstadt Gastgeber war. Zille überwachte den Bau und die Finanzierung des Kapstadt-Stadions. Sie nahm sich als Bürgermeisterin besonders des Drogenproblems in Kapstadt an, forderte die Dezentralisierung der Polizei und unterstützte Drogen-Rehabilitations-Zentren. 2008 wurde Helen Zille mit dem Titel „Weltbürgermeisterin“ ausgezeichnet, 2009 legte sie ihr Bürgermeisteramt nieder, um Ministerpräsidentin von Westkap zu werden.

 

Ulrich Goll zitierte eine Wahlkampfparole der Democratic Alliance, die viel über das Freiheitsverständnis Helen Zilles aussage: „Freedom you can use.“ Dies, so Goll, hätte auch Reinhold Maier gefallen.

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letzte Änderung: 19.12.2012


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