Schulkongress: Viele Wege von Pisa nach Rom
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Gut besucht: Schulkongress der Friedrich-Naumann-Stiftung Der Slogan „Mehr Freiheit für die Schulen“ zog sich wie ein Faden durch alle Beiträge des Schulgründungskongresses der Friedrich-Naumann-Stiftung. Die Experten aus Bildungseinrichtungen verschiedener „Best-Practice-Beispiele“ – von Gesamtschule bis zum Eliteinternat – zeigten jedoch dabei, dass von Pisa nach Rom viele Wege führen.

Brigitte Pöpel, Dr. Peter Altmiks, Dorothea Henzler „Die PISA-führenden Länder haben den Schulen mehr Freiheit gegeben. Sie brauchen dabei aber keine Pseudoautonomie, bei der die Schulen lediglich selbstständig Bürokratie organisieren“, analysierte Dr. Peter Altmiks vom Liberalen Institut in den Räumen des ehemaligen IG-Farben-Gebäudes der Johann-Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt. „Vor allem müssen wir die staatlichen Schulen auf den Weg in die Freiheit mitnehmen“.
Für diese Grundsätze bekam Altmiks Rückendeckung auch aus der Politik. Die schulpolitische Sprecherin der hessischen FDP-Landtagsfraktion, Dorothea Henzler, mahnte eine „weitgehende Eigenverantwortung der Schule“ an. So sollten Schulen etwa auch selbst bestimmen können, ihren Haupt- und Realschulunterricht zusammen zu legen und die Schüler stattdessen individuell zu fördern. Zu dieser Unabhängigkeit gehören ihrer Meinung nach auch das Budgetrecht und die Personalhoheit. Die Schulen sollten Lehrer unabhängig von einer vorgegebenen notenorientierten „Rangliste“ frei auswählen können. Statt einer „Rangliste“ solle es eine „Lehrerdatei“ geben, die neben Noten auch andere Kriterien und Fähigkeiten beinhalte. Für eine Schule mit vielen Migrantenkindern sei beispielsweise die Sprachkompetenz der Lehrer – etwa ihre Muttersprache – eine wichtige Komponente für die Einstellung.
Henzler wünscht sich zudem eine „effizientere und bessere Lehrerausbildung“. Dazu gehöre es, das erste Staatsexamen abzuschaffen und den Universitäten eigene Prüfungen zu ermöglichen. Zum Abschluss solle das Amt für Lehrerausbildung, die Absolventen prüfen, ob sie als Lehrer überhaupt geeignet seien, mit Schülern umzugehen, also ausreichende pädagogische Fähigkeiten besitzen.





