Navigation

Zur Startseite

Inhalt

SAARC unter neuer Führung

Bild. Einführungszerimonie des neuen SCCI - Präsidenten (ganz rechts)

Die Präsidentschaft der SAARC Industrie- und Handelskammer (SCCI), regionaler Kooperationspartner der FNSt in Südasien, wird in den kommenden zwei Jahren von Bhutan wahrgenommen.

Dasho U. T. Dorji übernahm das Amt von seinem Vorgänger M. Hashim aus Sri Lanka im Rahmen einer würdigen Zeremonie und im Beisein hochrangiger Politiker und Wirtschaftsführer am 11. März in der Hauptstadt des buddhistischen Himalajakönigreichs, Thimpu.

<small>RBL Dr. Klaff und der <br>Premierminister Bhutan's <br>H. E. Lyonpo Sangay Ngedup</small>
RBL Dr. Klaff und der
Premierminister Bhutan's
H. E. Lyonpo Sangay Ngedup
Nicht nur für die nationale Kammer, auch für das Land als solches (ca. 700.000 Einwohner) ist die Führung der wichtigsten Vertretung der Privatwirtschaft im Rahmen der regionalen Kooperationsstrukturen Südasiens eine große Herausforderung. SCCI erweist sich durch den gelungenen Stabwechsel erneut als Regionalorganisation, in der auch die kleinen Partner nicht nur Gehör finden, sondern auch Verantwortung für die Geschicke der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung übernehmen. Der neue Präsident verwies denn auch in seiner Jungfernrede sogleich auf die Herausforderungen der SCCI in den kommenden Jahren. Es gelte für die Privatwirtschaft Südasiens zunächst, einen Beitrag zu leisten, damit das am 1. Januar 2006 in Kraft getretene Freihandelsabkommen für Südasien, SAFTA (South Asian Free Trade Agreement) mit Leben gefüllt und umfassend implementiert werden könne. Hierin lägen die besten Aussichten für die Ausweitung wirtschaftlichen Wohlstands und die Verringerung der Armut, die nach wie vor das größte Problem für Dutzende Millionen Menschen in Südasien darstellten. Zugleich forderte er aber, bereits das nächste Ziel regionaler Kooperation ins Auge zu fassen: die Schaffung einer südasiatischen Wirtschaftsunion. Er forderte die politisch Verantwortlichen aller südasiatischen Staaten auf, sich für friedliche Kooperation, mehr Austauschbeziehungen und freien Handel einzusetzen.

<small>Handelsminister J. Ramesh<br> auf der SAFTA-Tagung in Delhi</small>
Handelsminister J. Ramesh
auf der SAFTA-Tagung in Delhi
Bereits zwei Tage später, am 13. März, leitete Herr Dorji in seiner neuen Funktion ein erstes regionales Seminar in Delhi, das die Möglichkeiten und Herausforderungen von SAFTA zum Inhalt hatte und von der FNSt in Kooperation mit der indischen Industrie- und Handelskammer FICCI ausgerichtet wurde. Im Beisein der Handelsminister Indiens und der Malediven sowie von vier Botschaftern einzelner SAARC-Staaten wurde die Bedeutung SAFTAs für die Veränderungsprozesse in Südasien unterstrichen. SAFTA sei ein wichtiger Schritt für mehr Wohlstand und Entwicklung, aber auch für bessere politische Kooperation und Konfliktprävention in der Region. Südasien als Ganzes mit seinen ca. 1,5 Milliarden Menschen könne in den globalen Wirtschaftsbeziehungen sein ungeheures Potential nur voll entfalten, wenn Handels- und Investitionshemmnisse vor Ort überkommen werden. Die politische Botschaft der Veranstaltung richtete sich klar an die beiden südasiatischen Kernstaaten Indien und Pakistan, ihre vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Konflikte zu regeln, um eine echte südasiatische Partnerschaft aller sieben Staaten der Region zu ermöglichen. Die Kosten von Nicht-Kooperation, so der Regionalbüroleiter der FNSt Dr. René Klaff, seien in Zeiten der Globalisierung weder wirtschaftlich noch politisch zu rechtfertigen.

Sowohl in Thimpu als auch in Delhi wurde die langjährige Partnerschaft zwischen SCCI und FNSt von mehreren Rednern als wichtiger Faktor für den regionalen Kooperationsprozess öffentlich gewürdigt. Die Friedrich-Naumann-Stiftung mit ihrem Bildungs-, Beratungs- und Dialogangebot sei der strategische Kernpartner für den südasiatischen Privatsektor.
letzte Änderung: 12.09.2008


04.06.2012: Islamdebatte: Wie viel Freiheit erlaubt der Islam?

18.06.2012: „Inflation!“ Krisenjahr 1923 Lesung mit dem Autor Gunnar Kunz

25.08.2012: dOCUMENTA (13)

Schaufenster Stiftung

Blog des Liberalen Instituts

25.05.2012: Europäische Ordnungspolitik mehr...

24.05.2012: Kolumbien: Wenig Konsens auf dem VI. Amerika-Gipfel in Cartagena mehr...

24.05.2012: Sanfter Ausweg für Griechenland? mehr...

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit