Rostock: Die Stiftung beim FDP-Bundesparteitag

Philipp Rösler besucht den Stand der Stiftung
Ein Wahlparteitag stand an in diesem Mai in Rostock. Fast alles dreht sich bei so etwas um Namen, Posten und vieles Schlagzeilenträchtige mehr. Durchzudringen mit Botschaften am Rande der Bewerberreden, zumal im Ausstellungsbereich, wird dabei zur Herausforderung. Die Stiftung für die Freiheit hat sie, soviel steht fest, gemeistert.
Ihr Stand war groß und einladend. Die Bildmotive an den Wänden griffen die internationale Ausrichtung der Stiftungsarbeit auf, zu sehen waren Bilder aus den Ländern, die sie mit ihren Projekten voranbringt. Aber auch ein Programm mit zahlreichen prominenten Namen sorgte dafür, dass über drei Tage hinweg immer wieder großer Andrang herrschte am Stiftungsstand.
Am ersten Tag wurde zunächst das traditionelle Begleitprogramm des Parteitags, organisiert von der Begabtenförderung für die Stipendiaten, eröffnet, durch Rolf Berndt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung.

Niebel
Ebenfalls am ersten Tag war Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zu Gast am Stand. Sein Thema: die Strukturreformen, die die Liberalen dem Ministerium nach dessen Übernahme im Herbst 2009 verpasst haben. Anschließend referierte Angelika Mlinar, Bundessprecherin des Liberalen Forums Österreich, über die Schwierigkeiten, sich als liberale Partei gegenüber den Etikettenschwindlern der Freiheitlichen – der FPÖ –, und den Grünen zu profilieren.
Am Samstagmorgen stellte sich Wolfgang Gerhardt, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung, den Fragen zur Arbeit seines Hauses. Nach der Rede von Philipp Rösler, am Vortag zum neuen Bundesvorsitzenden der Liberalen gewählt, machte Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Stand der Stiftung seine Aufwartung. Auch er hob die Erfolge hervor, die die liberalen Akzente in der Entwicklungspolitik gezeigt haben.
Anschließend sprach Stefan Kapferer, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, über „Aktuelle Fragen der Gesundheitspolitik“. Und Jimmy Schulz blickte auf seine ersten beiden Jahre als Mitglied des Deutschen Bundestags zurück.

Besuch aus Argentinien: Rolf Berndt, Wolfgang Gerhardt und Manfred Richter begrüßen Patricia Bullrich 3.v.l. und Elisa Carrió 2.v.r.
Am Nachmittag wurde es international. Elisa Carrió und Patricia Bullrich, zwei Vertreterinnen des argentinischen Liberalismus, erörterten die Frage: Wohin steuert der „Kirchnerismo“? Elisa Carrió ist Fraktionschefin der „Coalición Civica“ und Kandidatin bei den diesjährigen Präsidentschaftswahlen, Patricia Bullrich ist Parteivorsitzende der „Unión por Todos“ und ehemalige Arbeitsministerin. Unter den Zuhörern: eine internationale Gästegruppe, die sich auf Einladung der IAF, der Internationalen Akademie für Führungskräfte, in Deutschland aufhielt und für zwei Tage nach Rostock gekommen war.
Jörg van Essen, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, sprach im Anschluss über die Arbeit der FDP-Bundestagsfraktion. Die Stipendiaten schließlich präsentierten erste Ergebnisse der „Zukunftswerkstatt“, einem stipendiatischen Kreis, der sich mit Grundsatzfragen des Liberalismus beschäftigt, und rundeten den Tag damit ab.

Axel Hoffmann, Rolf Berndt
Den Auftakt am Sonntag machte Otto Fricke, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion. Sein Thema war die Arbeit der Fraktion unter den Vorzeichen der Regierungsverantwortung. Ein Aspekt dabei: die Maßnahmen zur Euro-Rettung. Danach sprach Axel Hoffmann, Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsvorstands, über seine Funktion als Vorsitzender des Tagungspräsidiums des Bundesparteitags.
Einen Überraschungsgast gab es zum Abschluss: Philipp Rösler, frisch bestallter Liberalen-Chef, machte bei seinem Rundgang über das Ausstellungsgelände auch dem Stand der Stiftung seine Aufwartung.
Lars-André Richter
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