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Reinhold-Maier-Medaille an Hans Barbier verliehen

Die Reinhold-Maier-Stiftung, der Landesverband der FDP Baden-Württemberg und die FDP/DVP-Landtagsfraktion haben im Rahmen eines Festakts in Stuttgart die Reinhold-Maier-Medaille an Hans D. Barbier, langjähriges Kuratoriumsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung und Chefredakteur der Vierteljahreshefte für Politik und Kultur 'liberal', verliehen. „Dr. Hans Barbier hat in seinen tiefgründigen Kommentaren und Analysen seit vielen Jahren die Anfechtungen klar und deutlich benannt, denen die soziale Marktwirtschaft ausgesetzt ist“, so die FDP-Landesvorsitzende Birgit Homburger.

Der baden-württembergische Justizminister, Ulrich Goll, erinnerte in seinem Grußwort vor den 350 Gästen im Weißen Saal des Neuen Schlosses an die politische Linie des ersten baden-württembergischen Ministerpräsidenten Reinhold Maier. Dieser habe die beiden Seiten der baden-württembergischen Seele, die Heimatverbundenheit und das Traditionsbewusstsein einerseits und Risikofreude und Wagemut andererseits verkörpert und in einem pragmatischen Weg für mehr Lebenschancen vereint. Damit sei Reinhold Maiers Liberalismusverständnis nicht museal, sondern hochaktuell. In dieser Tradition stehe auch der Preisträger Hans Barbier.

Birgit Homburger würdigte Barbier in ihrer Laudatio als einen der profiliertesten deutschen Journalisten und Publizisten auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Barbier habe sich mit seinen Beiträgen in besonderer Weise um den Liberalismus verdient gemacht, denn er leiste mit seinem inneren liberalen Kompass, so Homburger, „einen wichtigen Beitrag, das Bewusstsein unserer Gesellschaft für die Grundprinzipien einer funktionierenden Marktwirtschaft und einer liberalen Gesellschaftsordnung wach zu halten.“

Die Antwort auf die Probleme unserer Gesellschaft laute nicht mehr, sondern weniger Regulierung, nicht weniger, sondern mehr Freiheit. Homburger sagte: „Freiheit und Verantwortung sind die Grundpfeiler, auf denen Ihre Vorstellung vom Umgang mit der sozialen Sicherung ruht.“ Hier werde Hans Barbiers ordnungspolitischer Kompass auch in Zukunft gebraucht.

Der Preisträger, Hans Barbier, zeigte sich bewegt von der Auszeichnung. In seiner Rede bezeichnete er den Liberalismus als das mit Abstand beste Gesellschaftsprogramm, das Menschen je erdacht hätten, es sei „abenteuerlich schön und abenteuerlich menschlich“. Dennoch habe es ein auf Freiheit angelegtes Gesellschaftsprogramm immer und überall schwer, denn der Freiheitsgedanke stehe unter dem Verdacht, Solidarität unmöglich zu machen oder zu beschneiden. Diesem Verdacht müsse jeder liberale denkende Mensch, ob Schreibender, Redender oder Handelnder jeden Tag erneut entgegentreten.

Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Ulrich Noll, dankte dem Preisträger für seine Rede und sagte in seinem Schlusswort, die FDP fordere nicht Freiheit von, sondern Freiheit zur Verantwortung. Hans Barbiers Rede sei für die Liberalen sehr motivierend gewesen. Staatsinterventionismus sei nicht die geeignete Lösung der anstehenden Probleme, die Liberalen müssen hier auch weiterhin für mehr Freiheit kämpfen.
letzte Änderung: 12.09.2008


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