Potsdam: Walther Rathenau Kolleg eröffnet
Walther Rathenau. Ausschnitt aus einer Wahlpostkarte der DDP, 1924 Im vergangenen Jahr wurde das Walther Rathenau Kolleg eingerichtet, ein Gemeinschaftsprojekt des Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrums (MMZ) und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Das Kolleg erinnert an den bedeutenden liberalen Politiker und Industriellen Walther Rathenau. Nun wurde es eröffnet, mit der offiziellen Begrüßung der ersten Stipendiaten und Kollegiaten.
Zunächst hatten die Nachwuchswissenschaftler die Möglichkeit, an einer Führung durch die hervorragend bestückte Bibliothek des MMZ teilzunehmen. Anschließend fand die offizielle Begrüßung der Stipendiaten und Kollegiaten durch Professor Julius Schoeps, Direktor des Zentrums, Irmgard Schwaetzer, Bundesministerin a. D. und Mitglied des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, durch Professor Bernd Walz, Vizepräsident der Universität Potsdam, und Nicolai Scherle, Leiter der Begabtenförderung der Stiftung statt. Dabei wurde noch einmal das konzeptionelle Selbstverständnis des Graduiertenkollegs vorgestellt, das nicht nur eine enge Verzahnung mit der scientific community impliziert, sondern darüber hinaus eine dezidierte Anbindung an das ideelle Förderungskonzept der Stiftung für die Freiheit ermöglicht.
Stipendiaten und ihre wissenschaftlichen Betreuer mit Julius Schoeps (5. v. l.) und Irmgard Schwaetzer (7. v. l.) Danach skizzierten die anwesenden Stipendiaten und Kollegiaten ihre Dissertationsprojekte, die sich in der Regel durch einen ausgeprägt interdisziplinären Charakter auszeichnen. Besonders erfreulich war in diesem Zusammenhang der Umstand, dass auch zahlreiche Doktormütter und Doktorväter an der Eröffnung des Walter Rathenau Kollegs teilnahmen, was den persönlichen Austausch zwischen Betreuern und Nachwuchswissenschaftlern förderte.
Ein kleiner informeller Empfang im stimmungsvollen Innenhof des MMZ rundete das Eröffnungsprogramm ab.
Nicolai Scherle





