Potsdam: Liberalismus und kommunale Selbstverwaltung
Kommunale Subsidiarität ist im politischen Liberalismus tief verwurzelt, denn Probleme und Aufgaben können am besten vor Ort gelöst werden – in den Städten und Gemeinden. Dort weiß man genau, welche öffentlichen Güter und Dienstleistungen wirklich gefragt sind, was die Bürger selbst leisten können und auch die demokratische Kontrolle funktioniert besser – die Verschwendung von öffentlichen Geldern zum Beispiel fällt dort am schnellsten auf, wo die Mittel verschwendet werden.
In dem Kolloquium "Liberalism and Communal Self-Administration" werden die historischen Wurzeln der Selbstverwaltung in Kommunen und das Verhältnis von Demokratie und kommunaler Selbstverwaltung auf die Tagesordnung gebracht. Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion wird sein: Wie kann die Finanzierung der kommunalen Selbstverwaltung aus liberaler Perspektive aussehen? Schließlich stehen die Möglichkeiten und Bedingungen zur Debatte, ob und wie öffentlicher Güter und Dienstleistungen vielleicht besser von privater Hand bereitgestellt werden können.
Das Liberale Institut der Stiftung für die Freiheit hat international renommierte Experten zu dieser Veranstaltung eingeladen, aktuelle und zukünftige Herausforderungen der kommunalen Selbstverwaltung zu erörtern und Alternativen in die gegenwärtige Föderalismusdebatte einzuwerfen. Prof. Charles B. Blankart (Humboldt-Universität, Berlin), Robert Nef (Liberales Institut, Zürich, Schweiz), Prof. Martin T. W. Rosenfeld (Institut für Wirtschaftsforschung, Halle) und Fred E. Foldvary (Santa Clara University, California, USA) referieren zu den oben genannten Themen.
Das Kolloquium findet in englischer Sprache statt.





