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Nr. 45 | 26.10.2011 | Tunesien: Islamisten Gewinner der ersten demokratischen Wahlen nach der Revolution

Am Sonntag den 23.10.2011 fanden in Tunesien die ersten freien und fairen Wahlen in der Geschichte des Landes statt. Bei strahlendem Sonnenschein und in festlicher Atmosphäre gingen bis zu 90% der Wahlberechtigten Tunesier an die Urnen. Nach übereinstimmender Meinung ausländischer Beobachter und tunesischer Organisationen gab es keine größeren Zwischenfälle und nur geringfügige Missachtungen der Regeln des Wahlgesetzes.

Tunesien hat so mit Bravour eine erste demokratische Schlüsselinstitution geschaffen: freie, demokratische Wahlen. Gewinner ist nach allen Anzeichen die islamistische Ennahda Bewegung, die jedoch auf einen oder mehrere Koalitionspartner aus den 12 weiteren Gruppierungen, die im Parlament vertreten sein werden, angewiesen ist. Auch wenn das Ergebnis dem Wunsch vieler Tunesier nicht entspricht und im Ausland vereinzelt das „Déjà-Vu“ zelebriert wird, der Ablauf der Wahlen macht Mut für die Bewältigung der eigentlichen Herausforderung: die Staaten der arabischen Welt mit den Mitteln der Demokratie in eine eigene politische Moderne zu führen.

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letzte Änderung: 26.10.2011


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