Nr. 42 | 21.10.2011 | Tunesien vor der Wahl - Das neue Tunesien vor seiner ersten Prüfung
Am kommenden Sonntag, dem 23. Oktober 2011, neun Monate nach dem Sturz der Diktatur, finden in Tunesien die ersten freien Wahlen in der Geschichte des Landes statt. Gewählt wird eine verfassungsgebende Versammlung, deren 217 Abgeordnete über die neue Verfassung Tunesiens beraten werden und eine neue Übergangsregierung ernennen können. Vor diesem historischen Tag ist die Anspannung groß, niemand weiß, wie die politischen Mehrheiten auch nur ungefähr aussehen werden - viele fürchten einen Machtzuwachs der Islamisten. Die Vorbereitung der Wahlen war eine Mammutaufgabe. Erstmals wurde diese von einer unabhängigen Kommission geleistet und nicht vom gefürchteten Innenministerium. Die Partner der Friedrich Naumann Stiftung haben in den letzten Monaten mit Mut und Engagement Übermenschliches geleistet um den Prozess der Demokratisierung aus der Mitte der Gesellschaft zu unterstützen. Am Wahltag stellen sich neben politischen Parteien fast ebenso viele unabhängige Kandidaten zur Wahl, auch dies ein Zeichen des fortdauernden Misstrauens gegenüber dem Staat und dem politischen System. Trotz aller Befürchtungen und Unsicherheiten über das Ergebnis der Wahl und die weitere Zukunft ist jedoch eines klar: Ein Zurück in das alte System wird es nicht geben, der Weg Tunesiens geht nur nach vorn – mit allen Unwägbarkeiten, die das mit sich bringt.Vollständigen Text jetzt abrufen (PDF)




