Nr. 30 | 15.05.2009 | Senegal - Regierungsumbildung im Senegal: Bevölkerung ohrfeigt Präsident, Präsident ohrfeigt Bevölkerung
Senegals Staatspräsident Abdoulaye Wade hat nach wochenlangem Zuwarten nach den grandios verlorenen Lokal- und Regionalwahlen die senegalesische Regierung umgebildet, allerdings anders als sich manche dachten. Er setzte seinen Sohn Karim, der für den herben Wahlverlust Ende März verantwortlich gemacht wurde, nicht vor die Tür, sondern völlig überraschend auf den Sessel eines Superministers. Seither gehen im Land die Wogen hoch. Doch nicht nur deswegen schlagen dem Präsidenten Ablehnung und Unverständnis entgegen: Eine Ministerbesetzung nach der anderen, von Wade zuerst mit großer Rücksichtslosigkeit vorgenommen, wird von ihm rückgängig gemacht. Mittlerweile sind mehrere geschasste Minister teils nach nur drei Tagen vor der Tür wieder in Amt und Würden. Wade verliert dadurch zunehmend an Gesicht; selbst enge Mitarbeiter werfen ihm mittlerweile Verlust an Realitätssinn vor.Vollständigen Bericht jetzt abrufen (PDF)




