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Otto Graf Lambsdorff mit Hayek-Medaille geehrt

Otto Graf Lambsdorff mit Hayek-Medaille geehrt

Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung gewinnt bei Essay-Wettbewerb

Mit einer der renommiertesten Auszeichnungen für Wirtschaftspolitik Deutschlands, der Friedrich A. von Hayek-Medaille, wurde der Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung, Dr. Otto Graf Lambsdorff, auf den Hayek-Tagen an der Universität Freiburg ausgezeichnet.

Die Medaille, die an den großen Wirtschaftsnobelpreisträger und liberalen Sozialphilosophen Friedrich-August von Hayek (1899-1992) erinnern soll, wird jährlich von der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft für publizistische, akademische oder politische Verdienste um eine freiheitliche und marktwirtschaftliche Ordnung verliehen. Zu den früheren Preisträgern gehörten Nobelpreisträger Gary Becker und der neuseeländische Reformer Sir Roger Douglas. Graf Lambsdorff war der erste deutsche Politiker, der die Hayek-Medaille verliehen bekam.
In seiner Laudatio betonte der Vorsitzende der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft, Dr. Gerhard Schwarz (Leiter der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung), dass Graf Lambsdorff nicht nur ein konsequenter Verfechter der Marktwirtschaft sei, sondern stets ganz im Sinne Hayeks die Freiheit als ganzes zum bestimmenden Faktor einer liberalen Rechtsordnung gesehen habe.

Graf Lambsdorff spricht vor der Hayek-Gesellschaft
Graf Lambsdorff spricht vor der Hayek-Gesellschaft
Davon zeuge nicht nur sein Engagement für die Tibeter oder für die Zwangsarbeiter. In seiner Rede in der Aula der Freiburger Universität (an der Hayek in den 60er Jahren lehrte) mahnte Graf Lambsdorff eine konsequente Reformpolitik in Deutschland an, die vor allem ordnungspolitisch stimmig sein müsse.

Um eine solche Politik realisieren zu können, bedürfe es durchsetzungsstarker und visionärer Politiker vom Schlage einer Margaret Thatcher oder eines Ronald Reagan. Solche seien zur Zeit kaum in Sicht, aber Menschen könnten ja mit der zunehmenden Herausforderung wachsen. Besonders wichtig sei dabei in Deutschland die Reform des politischen Systems, insbesondere des Föderalismus. Letztere sei die Voraussetzung aller anderen Reformen. Hier ermahnte er die eingesetzte Reformkommission von Bund und Ländern zu größeren Anstrengungen.

Christoph Sprich (r.) erhält den Essay-Preis von Prof. Gerd Habermann (Friedrich A. von Hayek Gesellschaft)
Christoph Sprich (r.) erhält den Essay-Preis von Prof. Gerd Habermann (Friedrich A. von Hayek Gesellschaft)
Überhaupt schien die Friedrich-Naumann-Stiftung bei den Hayek-Tagen wohlgelitten. Nicht nur der Stiftungsvorsitzende wurde geehrt, sondern auch ein Stipendiat der Stiftung. Den 3. Preis im Essaywettbewerb der Hayek-Gesellschaft zum Thema „Markt oder Politik – wer schützt den Verbraucher?“ erhielt der Freiburger Stiftungsstipendiat Christoph Sprich.

Hier finden Sie die noch heute aktuelle Einführung Otto Graf Lambsdorffs "Der Weg in die Freiheit" zur deutschen Neuauflage von Hayeks Welt-Bestseller "Der Weg zur Knechtschaft" aus dem Jahre 1991 und seinen Vortrag Ein ordnungspolitischer Aufbruch für Deutschland, den er am 25. Juni 2004 anlässlich der Verleihung der Hayek-Medaille gehalten hat.

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