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Nur Forschung und Bildung retten unsere Zukunft

Hans Lenz
Hans Lenz
Am 12. Juli wäre der ehemalige Bundesminister für wissenschaftliche Forschung, Hans Lenz, 100 Jahre alt geworden. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit veranstaltete aus diesem Anlass einen Bildungskongress in seiner Heimatstadt Trossingen. Die Zukunft von Bildung und Forschung sowie die Musik im Schulunterricht waren Thema der „Zukunfts-Matinée“ für den Urenkel des Musikinstrumente-Herstellers Matthias Honer.

Wolfgang Gerhardt,  Prof. Elisabeth Gutjahr (Rektorin der Musikhochschule Trossingen), Ernst Burgbacher, Wirtschaftsminister Ernst Pfister
Wolfgang Gerhardt, Prof. Elisabeth Gutjahr (Rektorin der Musikhochschule Trossingen), Ernst Burgbacher, Wirtschaftsminister Ernst Pfister
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Wolfgang Gerhardt, der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Ernst Burgbacher, sowie Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister gedachten des ehemaligen Bundesministers Hans Lenz. Burgbacher erinnerte sich in seiner Rede an seine Erfahrungen mit Hans Lenz, für den er als Jungdemokrat Wahlkampfplakate klebte. Ernst Pfister betonte, Lenz sei ein „sehr gütiger Mensch“ gewesen, dem die heute so oft anzutreffende Rücksichtslosigkeit in der Politik vollkommen abgegangen sei.

Die Gäste im Konzertsaal der Musikhochschule Trossingen
Die Gäste im Konzertsaal der Musikhochschule Trossingen
Anschließend diskutierten die Teilnehmer in einer Podiumsdiskussion auch über die zukünftigen Herausforderungen für Bildung und Forschung. Unter dem Motto „Nur Forschung und Bildung retten unsere Zukunft“ wurde insbesondere die Auswanderungswelle unter deutschen Wissenschaftlern beklagt. Bürokratische Hemmnisse, so der allgemeine Tenor, seien für das Ausbluten der deutschen Wissenschaft verantwortlich. Außerdem kam die mangelnde Förderung dieser Eliten zur Sprache, die von den Bildungsexperten im Podium ebenfalls für den „brain-drain“ verantwortlich gemacht wurde.

Es herrsche eine Gleichheitsvorstellung, die Angst habe, bei Talentförderung früh anzusetzen, bemängelte der Stiftungsvorsitzende Gerhardt. Er plädierte für die frühkindliche Bildung: „Bevor die Kinder die Schule betreten, ist manches Potenzial schon so verschüttet, dass die Schulen das nicht mehr aufholen können.“

Der am 12. Juli 1907 in Trossingen geborene Hans Lenz war von 1961 bis 1962 Bundesschatzminister im Kabinett Adenauer. Danach war er bis 1965 Bundesminister für wissenschaftliche Forschung. Von 1965 bis 1968 saß er dem Kuratorium der Friedrich-Naumann-Stiftung vor. Am 28. August 1968 verstarb Lenz im Alter von 61 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. In seiner Bonner Zeit hatte er aufgrund seiner Verwandtschaft mit Matthias Hohner den Spitznamen „Mundharmonika-Lenz“ erhalten.

Die Begrüßung und Einführung zur Veranstaltung von Prof. Dr. Jürgen Morlok, Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, können Sie hier als PDF herunterladen.
letzte Änderung: 12.09.2008


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