Navigation

Zur Startseite

Inhalt

Nordkorea: Interesse am Thema Währungspolitik

Walter Klitz, Projektleiter der Stiftung für Korea
Walter Klitz, Projektleiter der Stiftung für Korea
Der Projektleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für Korea, Walter Klitz, referierte am 4. April im nordkoreanischen Außenhandelsministerium über die Verbesserung des Währungs- und Bankensystems. Will ein Land seine Wirtschaft vorantreiben und über eine stabile Währung verfügen, muss es seine Wirtschaftspolitik am Außenhandel und dem Zahlungsverkehr ausrichten anstatt am Binnenmarkt, betonte Walter Klitz, Projektleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt) für Korea, während eines Roundtables über Währungsreform im Außenhandelsministerium in Pjöngjang in der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea).

Die Teilnehmer des Gespräches
Die Teilnehmer des Gespräches
In seinem Vortrag über die Liberalisierung des Handels und Zahlungsverkehrs sowie die Einführung eines vertrauenswürdigen Währungs- und Bankensystems stellte Klitz fest, dass im Zeitalter der Globalisierung und der zunehmenden Integration des Welthandels immer mehr Länder von einer Teilnahme am internationalen Wirtschaftssytem profitierten. Die Entwicklungen des letzten Jahrzehnts hätten gezeigt, dass Außenhandel und freie Märkte in vielen Entwicklungsländern zu mehr Wohlstand geführt haben. Nach Schätzungen der Weltbank aus dem Jahr 2005 entsprächen die globalen Gewinne der Handelsliberalisierung etwa 287 Mrd. US$, wonach 86 Mrd. US$ auf die Entwicklungsländer entfielen. Dadurch würden mindestens 66 Millionen Menschen aus der Armut gehoben. Der Projektleiter der Stiftung machte deutlich, dass vor allem Direktinvestitionen aus dem Ausland grundlegend für einen Zuwachs der Währungs- und Goldreserven seien, die wiederum Stabilität der eigenen Währung und gleichzeitig bei Investoren Vertrauenswürdigkeit schafften. Die derzeitigen Entwicklungen in China und Vietnam seien beispielhaft.

Nordkorea
Nordkorea
Die dreizehn Teilnehmer, unter ihnen Bankenvertreter, Mitarbeiter des nordkoreanischen Außenhandelsministeriums sowie der Handelskammer zeigten auch großes Interesse am Fallbeispiel Estland, wo nach der Unabhängigkeit im Jahr 1991 und der Einleitung marktwirtschaftlicher Reformen die Abwertung der estnischen Krone gesetzlich verboten wurde. Nordkorea kämpft seit Jahren mit einer Hyperinflation und die Nachfrage nach ausländischer Währung ist nach wie vor groß. Während der offizielle Wechselkurs des Euro bei 176 Won liegt, wird die europäische Währung auf dem Schwarzmarkt um mehr als das zwanzigfache gehandelt.

Die Veranstaltung wurde nach Vorgesprächen mit Vertretern des Außenministeriums der DVR Korea konzipiert. Angesichts der Tatsache, dass die Aufgabe der nordkoreanischen Zentralbank darin besteht, die Arbeiterpartei und das Militär mit ausreichend Devisen zu versorgen, berührte dieser Roundtable ein politisch hoch sensibles Thema.

Referat von Walter Klitz als PDF zum Download (engl.)
letzte Änderung: 12.09.2008


31.05.2012: Die Zukunft der Finanzstabilität im Euroraum: Wege aus der Staatsschuldenkrise ...

18.06.2012: Strafjustiz und Medien. Ringvorlesung

Schaufenster Stiftung
Blog des Liberalen Instituts

24.05.2012: Stimulus-Faktoid mehr...

23.05.2012: Wer lesen kann ist klar im Vorteil mehr...

23.05.2012: Schwedisches Modell mehr...

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit