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Nordkorea: Hoffnung auf wirtschaftliche Erneuerung

Bauboom in Pjöngjang
Bauboom in Pjöngjang
Eine weitere erfolgreiche Veranstaltung mit mehr als 50 ausgewählten Experten konnte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zum Thema „Alternative Energiegewinnung im 21. Jahrhundert“ in Nordkorea durchführen. Erstmals seit Beginn der Stiftungsarbeit in dem weitgehend abgeschlossenen Land vor sieben Jahren machte sich ein Vorstandsmitglied auf die lange Reise, um sich vor Ort einen persönlichen Eindruck vom Stiftungsengagement und der aktuellen politischen, wirtschaftlichen und humanitären Situation zu machen.

 

Axel Hoffmann und Ri Yong Chol
Axel Hoffmann und Ri Yong Chol
Nach zahlreichen Gesprächen mit Entscheidungsträgern des Landes und Betriebsbesichtigungen stellte der stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung, Axel Hoffmann, fest, dass durch das zunehmende chinesische Engagement die wirtschaftliche Erneuerung sichtbare Fortschritte macht. Außerdem erhielt er wichtige Einblicke in die Gesellschaft, die jüngere Geschichte, die Machtstruktur und die Entscheidungsprozesse im Lande.

 

In seiner Begrüßungsrede hob Hoffmann besonders hervor, daß das Thema Erneuerbare Energien nicht erst seit der Katastrophe am Kernkraftwerk in Fukushima weltweit auf der Tagesordnung stehe. Kernkraft stelle trotz des technologischen Fortschrittes nach wie vor ein Restrisiko dar. Deutschland habe sich aus diesem Grund zu einer radikalen Umkehr seiner Energiepolitik entschieden und beabsichtige, nunmehr auch aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie auszusteigen.

 

Thema in Pjöngjang: "Alternative Energiegewinnung im 21. Jahrhundert"
Thema in Pjöngjang: "Alternative Energiegewinnung im 21. Jahrhundert"
Von nordkoreanischer Seite wurden die Teilnehmer vom Generaldirektor der Staatlichen Kommission für Wissenschaft und Technologie, Kim Jong Su, begrüßt. Dem Vortrag von Leonhard Thien von der Energieagentur Nordrhein-Westfalen, der vor allem den Stand der Entwicklung, der Nutzung und das Potential der Geothermie in Deutschland vorstellte, folgte eine vollkommen offene und lange Fragerunde. Welche Wichtigkeit Nordkorea den erneuerbaren Energien gedenkt beizumessen, zeigte sich an der Hochrangigkeit der Teilnehmer. Die Kommission für Wissenschaft und Technologie untersteht unmittelbar dem Kabinett und ist in der Hierarchie höher einzustufern als die Ministerien.

 

In den politischen Begegnungen hoben beide Seiten die Bedeutung des Dialoges hervor. Die Arbeit der Stiftung in Nordkorea sei insofern beispielgebend, unterstrich der stellvertretende Leiter der internationalen Abteilung des ZK der Arbeiterpartei, Ri Yong Chol. Außerdem stellte die Delegation der Stiftung ein gesteigertes und teilweise recht konkretes Interesse internationaler Investoren an dem sich möglicherweise öffnenden nordkoreanischen Markt fest.

 

 

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letzte Änderung: 16.11.2011


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