Nominierungsparteitag der Republikanischen Partei

Parteitag Plenum Der Nominierungsparteitag der Republikanischen Partei in St. Paul, Minneapolis, begann mit zwei Wirbelstürmen: einem politischen und einem tatsächlichen. Den politischen Wirbelsturm verursachte die Ernennung der unbekannten Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, als Vizepräsidentschaftskandidatin von John McCain. Der tatsächliche Wirbelsturm fegte in Form von Hurrikan „Gustav“ über die Bundesstaaten Louisiana und Mississippi hinweg. „Gustav“ war auch dafür verantwortlich, dass der Parteitag einen Tag später begann und mit weniger Pomp inszeniert wurde als geplant. Am Montag beispielsweise verzichtete John McCain auf eine große Show und packte stattdessen Hilfspakete für die Hurrikan-Opfer.
Axel Hoffmann, Rep. Rob Bishop, Angela Freimuth MdL, Markus LöningMdB Wie in der vergangenen Woche bei den Demokraten in Denver nahm auch an diesem Nominierungsparteitag eine kleine Delegation der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit unter Leitung des stellvertretenden Stiftungsvorsitzenden Axel Hoffmann teil. Die Freie Demokratische Partei entsandte den europapolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Markus Löning MdB und Angela Freimuth MdL, Vizepräsidentin des Landtags und Vorsitzende der deutsch-amerikanischen Parlamentariergruppe im Landtag von Nordrhein-Westfalen.
Das Programm für die Woche und der Zugang zum Parteitag wurden vom transatlantischen Dialogprogramm der Stiftung für die Freiheit organisiert. Die Delegationsteilnehmer besuchten tagsüber das Programm des Hubert H. Humphrey Institute of Political Affairs am Center for the Study of Politics and Governance der Universität von Minnesota, um sich über die Position von Präsidentschaftskandidat John McCain zu informieren. Themen der zahlreichen Vorträge und Diskussionsrunden waren unter anderem der Klimawandel, Entwicklungshilfe sowie das Verhältnis von Religion und Politik. Auch Veranstaltungen zur Steuer- und Gesundheitspolitik standen auf der Tagesordnung.

Axel Hoffmann, Rüdiger Lenz (Deutsche Welle), Mike Brennan (Allianz USA) Zusätzlich nahm die Delegation an einem von der Allianz Versicherung ausgerichteten Mittagessen teil, bei dem sie mit zahlreichen Abgeordneten in Austausch treten konnte. Wie auch in Denver lud Botschafter Klaus Scharioth die deutschen Teilnehmer des Parteitags zu einem Briefing. Auf mehreren Empfängen am Abend führten die Delegationsteilnehmer mit amerikanischen Politikern und anderen Teilnehmern des Parteitags informelle Gespräche. So richtete etwa die Daimler Corporation einen Empfang zu Ehren der Parteitagsdelegierten der Bundesstaaten Alabama, North Carolina und South Carolina aus.
Claus Gramckow, Repräsentant der Friedrich-Naumann-Stiftung in den Vereinigten Staaten und Kanada und Leiter des Transatlantischen Dialogprogramms der Stiftung, bemerkte im Anschluss, der Enthusiasmus der Delegierten beim Parteitag der Demokratischen Partei in Denver sei wesentlich größer gewesen als beim republikanischen Parteitag. Es wird sich zeigen, ob dies als Barometer für den Ausgang der Präsidentschaftswahlen im November dienen kann.





