Neujahrsempfang 2006

Axel Hoffmann Zum Neujahrsempfang der Theodor-Heuss-Akademie, Gummersbach, begrüßte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung Axel Hoffmann zahlreiche Gäste aus aller Welt. Gastredner war der nordrhein-westfälische Innenminister Dr. Ingo Wolf, der eine politische Bilanz der neuen Landesregierung zog. Musikalisch begleitet wurde der Empfang durch das Gitarren- und Geigenduo „Quattro e sei corde“.
Aus der Region waren viele Vertreter aus Wirtschaft und Politik der Einladung gefolgt, u.a. die Vize-Präsidentin des Düsseldorfer Landtages Angela Freimuth, Staatssekretär Karl Peter Brendel, Landrat Hagen Jobi, der oberbergische Landtagsabgeordnete Bodo Löttgen und die Bürgermeister der Städte Gummersbach (Helmenstein), Wiehl (Becker-Blonigen) und Hückeswagen (Ufer).
Axel Hoffman hob in seiner Begrüßungsrede die umfangreichen Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten in der Theodor-Heuss-Akademie hervor. In Fassade, Böden, Einrichtung und technische Modernisierung wurden 2005 rund 2 Mio Euro investiert. Damit sei die Akademie nun noch besser für ihre Aufgaben gerüstet, so Hoffmann. Daß so viele Gäste der Einladung gefolgt seien, sei ein gutes Zeichen für die Arbeit der Akademie, freute er sich.
NRW-Innenminister Wolf zog in seiner Rede eine erste Bilanz der neuen Landesregierung nach 39 Jahren SPD-Regierung. Der Regierungswechsel von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb im Mai 2005 ist für Nordrhein-Westfalen wie eine kleine Revolution, meinte Wolf. Er hob hervor, dass die neue NRW-Landesregierung schon einige vielversprechende Projekte in Angriff genommen habe, vor allem im Bildungsbereich. Chancengleichheit müsse für alle Kinder gesichert sein, auch für Kinder mit Migrationshintergrund. Denn Investitionen in die Köpfe der Kinder sei die Grundvoraussetzung für Wohlstand und Wachstum in der Zukunft. Mutige Reformen, die den Menschen auch etwas abverlangen, sind dazu absolut notwendig, so Wolf. Gleichzeitig müsse in der Landesverwaltung konsequent Bürokratie abgebaut werden. So würden etwa bei der Polizei dringend mehr Beamte im operativen Bereich, also im Ermittlungs- und Streifendienst, benötigt. Deshalb muss es auch Veränderungen bei den Kreispolizeibehörden geben, forderte Wolf. Nordrhein-Westfalen müsse den Weg der Reformen konsequent beschreiten. Aber mit Verwaltungsreformen allein sei die Misere in Nordrhein-Westfalen nicht zu bewältigen. Ein Schub in der Wirtschaft für mehr Wachstum und Beschäftigung sei dringend notwendig, um überhaupt wieder einen verfassungsgemäßen Haushalt vorlegen zu können. Denn „das, was wir machen, machen wir für die Zukunft unserer Kinder“.Birgit Lamm
Theodor-Heuss-Akademie
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