Neu am Buchmarkt: Eine Liebeserklärung an die Freiheit
Ulrike Ackermann: Eros der Freiheit. Plädoyer für eine radikale Aufklärung.
Die Philosophen der Aufklärung, vor allem aber die Ökonomen haben uns von der kühlen, rechenhaften Vernünftigkeit der Freiheit gekündet. Der der Freiheit innewohnende Eros aber ist von ihnen kaum jemals gewürdigt worden. Dies muss recht verwundern angesichts dessen, dass – richtig besehen - Freiheit ohne Eros verdorren muss. Das ungebärdige Mäandrieren des Eros, seine in den Tiefen wirkende Wildheit, sein perennierender Widerstand gegen jegliche Versuche, ihn zu domestizieren, seine Neugierde auf die Welt, seine leidenschaftliche Lust zu erkennen und zu entdecken – all dies (und noch mehr) lassen auch das Lebensblut der Freiheit pulsieren.Die Freiheit, dieses köstliche Elixier – das erkennen wir hier zum ersten Male in aller Deutlichkeit – ist nur zu erlangen, wenn wir ihr „mit List, Lust und Wonne“ zu begegnen bereit sind.

Ulrike Ackermann beim Freiheitskongress 2007 der Stiftung Mit diesem schlanken, dabei aber schwergewichtigen Buch ist der Verfasserin eine große Leistung gelungen. Liberale, vor allem aber Nicht- und Anti-Liberale, sollten es lesen. Es weckt Lust auf Freiheit, es ist ein hoch potenziertes Aphrodisiakum, kein schales Placebo.
Horst Wolfgang Boger
Liberales Institut
Ulrike Ackermann: Eros der Freiheit. Plädoyer für eine radikale Aufklärung. Klett-Cotta, Stuttgart 2008, 168 Seiten, EUR 19,90
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