Networking for Freedom - Marrakesch

Ricardo Lopez Murhpy, Argentinien (2. v.l.); Jorge Briz, ehem. Außenminister, Guatemala (3. v.l.); Saumura Tioulong, MP, Kambodscha (Mitte); Gareth Morgan, MP, Südafrika (2. v.r ) Parallel zum diesjährigen Kongress von „Liberal International“ in Marrakesch war die Friedrich-Naumann-Stiftung Gastgeberin eines internationalen Workshops für 30 ausgewählte Vertreter liberaler Parteiennetzwerke weltweit. Dazu zählen ALN (African Liberal Network), CALD (Council of Asian Liberals and Democrats), RELIAL (Red Liberal de América Latina), Libnet (Liberal Network of Central and Eastern Europe) sowie das im Juli 2006 neu gegründete AL-MENA (Alliance of Liberals in the Middle East and North Africa). In den vier Panels wurden vor allem Strategien, regionale Programme, best practices und Vorteile regionaler Netzwerkarbeit präsentiert und debattiert. Erfahrungsaustausch und voneinander Lernen – das stand im Mittelpunkt.
Dr. Wolfgang Gerhardt und das Team der RegionMittelmeerländer CALD, das inzwischen acht Mitgliedsparteien umfasst, wurde bereits im Jahre 1993 gegründet und war damit das erste regionale Parteiennetzwerk in ganz Asien. Seine Aktivitäten umfassen neben Konferenzen und Publikationen auch Wahlbeobachtermissionen, ein liberales Frauenforum und demnächst eine Online-Akademie. CALD ist das bei weitem erfolgreichste Netzwerk und mittlerweile so attraktiv geworden, dass selbst Organisationen anderer politischer Couleur enorme Anstrengungen unternehmen, Mitglied zu werden.
Das liberale Netzwerk Afrikas datiert erst aus dem Jahre 2001 und zählt derzeit 16 Parteien aus 14 Ländern zu seinen Mitgliedern. Die schwierigen politischen Rahmenbedingungen in vielen Ländern des Kontinents sowie das politisch wenig geschärfte Profil einiger Parteien machen den Aufbau des Netzwerkes hier wesentlich schwieriger. Zudem mangelt es an personellen und finanziellen Ressourcen.
Im Jahre 2003 gelang auch auf dem lateinamerikanischen Kontinent die Gründung eines liberalen Netzwerkes, dem neben Parteien auch Think Tanks und liberale Jugendorganisationen angehören. 30 Mitglieder in 12 Ländern des Kontinents kooperieren hier in vielen Themenbereichen, seien es Kampf gegen Korruption, Globalisierung, Welthandel, Armutsbekämpfung. Damit leistet RELIAL einen entscheidenden Beitrag für die Stärkung liberaler Positionen in der Politk und Gesellschaft Lateinamerikas. Für die zwölf Vertreter des neuen AL-MENA war dies ein sehr praxisbezogener Anschauungsunterricht, der für den weiteren Auf- und Ausbau des Netzwerkes wertvolle Anregungen und Hilfestellungen gab.
Dr. Gabriele Reitmeier
Referatsleiterin Afrika / Mittelmeerländer
Veranstaltungstipp:
Globalisierung und Armutsminderung in Entwicklungsländern : Liberaler Mythos oder begründete Hoffnung





