Nahost: Strategien zur Konfliktvermeidung

Kursteilnehmer aus verschiedenen Ländern der Region Gemeinsam mit dem Institut für Führungskräfte der UN-Universität hat das Büro Amman der Friedrich-Naumann-Stiftung mit Unterstützung der weiteren Stiftungsbüros der Region einen viertägigen Kurs zu „non-violent approaches to conflict resolution, peace-building und Versöhnung“ durchgeführt. Die Bandbreite der diskutierten Themen reichte von grundlegenden Ansätzen eines Mahatma Gandi und Martin Luther King Jr. über die Konflikte in Afghanistan und Kashmir bis zu den Krisenherden im Irak und in Palästina/Israel. Aber auch ansatzweise erfolgreiche Beispiele in der Konfliktbewältigung wie aus Südafrika und Nordirland wurden vorgestellt und waren Gegenstand der Kleingruppenarbeit.

Gruppenarbeit: Auf der Suche nach Konfliktlösungsstrategien Die zahlreichen Experten, bei denen es sich um langjährig erfahrene Kräfte aus dem Bereich Konfliktlösung und -vermeidung verschiedenster internationaler Institutionen handelte, diskutierten neben den Fallstudien ebenfalls Strategien für Regierungen wie die Zivigesellschaft zur Vermeidung und Lösung von Konflikten. Darüber hinaus wurden von Vertretern der jeweiligen Religion gewaltfreie Prinzipien im Islam, Juden- und Christentum diskutiert.
"Geteilte Geschichte" - Thema auf dem Podium Die Mehrzahl der Teilnehmer des Kurses kam aus dem Partnerspektrum der Stiftung aus Jordanien, Palästina, Israel, Syrien, Irak und Ägypten. Die meisten sind den jeweiligen Projektbüros der Stiftung seit langem eng verbunden und arbeiten in verschiedenen Projekten der Konfliktlösung. Darüber hinaus nahmen verschiedene Personen aus Afrika und Südasien an dem Workshop teil.
Die Vorstellung des vom Büro Jerusalem der Stiftung unterstützten Projekts „shared History/histories“ brachte zwangsläufig eine zum Teil emotional geführte Diskussion mit sich, dennoch stand die Suche nach Lösungen im Vordergrund.

Übergabe von Zeugnissen durch Botschafter Burkardt Der deutsche Botschafter in Jordanien, Dr. Klaus Burkhardt, überreichte den Teilnehmern die Bescheinigung über ihre Teilnahme. Diese vereinbarten, auf Basis eines Weblogs die begonnenen Diskussion fortzuführen und über weitere Maßnahmen zu sprechen.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung wird solche Initiativen weiter intensiv unterstützen, ihre bereits existierenden Projekte (wie zum Beispiel das „Lebanese Conflict Resolution Network“ oder „Shared History“) fortführen und so zur Suche nach friedlichen Mechanismen zur Lösung der Konflikte in der Region beitragen.
Annemie De Winter
Projektleiterin Amman





