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München: Stiftung präsentiert sich beim FDP-Bundesparteitag

Stets gut besucht: Die Stiftung beim Bundesparteitag der FDP
Stets gut besucht: Die Stiftung beim Bundesparteitag der FDP
„Markt der Möglichkeiten“ – so heißt die Messe, auf der sich traditionell am Rande der FDP-Bundesparteitage liberale Institutionen und Sponsoren vorstellen. Beim 59. Bundesparteitag der Liberalen in München dürfte der Stand der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wieder einmal zu den am besten besuchten Plätzen gehört haben. Kein Wunder – schließlich zeigte die Stiftung nahezu ihr gesamtes Portfolio an Möglichkeiten auf: Von der Politischen Bildung über die Auslandsarbeit bis hin zur Begabtenförderung.

Berndt, Richter, Schwaetzer, Simeon, Gerhardt
Berndt, Richter, Schwaetzer, Simeon, Gerhardt
In München waren diesmal besonders viele ausländische Gäste am Stand vorbeigekommen, darunter auch der frühere bulgarische König und Regierungschef Simeon Sakskoburggotski. Simeon II. war nach einer gefälschten Volksbefragung 1946 aus Bulgarien vertrieben worden. Er ist der bisher einzige abgesetzte Monarch der Geschichte, der in einer demokratischen Wahl politische Macht wiedererlangte (2001). Simeon ist derzeit für den neu geschaffenen Posten des Präsidenten des Europäischen Rates im Gespräch.

Ojuland, Richter, Gerhardt, Klein
Ojuland, Richter, Gerhardt, Klein
Er nutzte die Gelegenheit seines Besuchs zu einem Meinungsaustausch mit dem Stiftungsvorsitzenden Wolfgang Gerhardt, den Vorstandsmitgliedern Manfred Richter und Irmgard Schwaetzer, dem Leiter der Internationalen Politik, Harald Klein, und der früheren Außenministerin Estlands, Kristiina Ojuland (Vizepräsidentin der ELDR).

Horst Werner: Anfänge des Bürgergeldkonzepts
Horst Werner: Anfänge des Bürgergeldkonzepts
Verschiedene Delegationen aus dem Ausland ergriffen die Gelegenheit, am Stand der Stiftung mit außenpolitischen Experten, auch aus der FDP-Bundestagsfraktion, zusammenzutreffen. Doch auch die Innenpolitik spielte eine Rolle: Während die Delegierten im Saal über Steuerpolitik und Bürgergeld diskutierten, konnte Horst Werner, früher Mitarbeiter des Liberalen Instituts der Stiftung, mit Notizen aufwarten, die der Ökonom Joachim Mitschke Anfang der 90er Jahre gemacht hatte – damals war das Stichwort Bürgergeld noch weitestgehend unbekannt, an seiner Entwicklung hatte die Stiftung, wie der Besuch Horst Werners zeigte, ihren Anteil.

Stipendiaten: Fragen an Jürgen Beerfeltz
Stipendiaten: Fragen an Jürgen Beerfeltz
Das Bürgergeld gehörte auch zu den Themen, die von den Stiftungsstipendiaten diskutiert wurde, die in großer Zahl den Stand besuchten. Sie nutzten die Gelegenheit, in München nicht nur das Treiben im Parteitagsplenum kennen zu lernen, sondern auch mit aktiven Politikern über deren Arbeit zu sprechen. Der Bundesgeschäftsführer der FDP, Jürgen Beerfeltz, stand den Stipendiaten ausführlich Rede und Antwort und lieferte Hintergrundinformationen zu den Aufgaben und der Organisation des Parteitags – politische Bildung aus erster Hand.

Moderator Boris Eichler, Zeil, Wolf, Voss
Moderator Boris Eichler, Zeil, Wolf, Voss
Nicht zuletzt nutzte die Stiftung für die Freiheit aber auch die Gelegenheit, Politik und Gesellschaft zu vernetzen. Der Generalsekretär der bayerischen FDP, Martin Zeil MdB, hatte die Stiftung auf den Unternehmer Rupert Voss aufmerksam gemacht, der mit seinem Projekt hand in für Furore sorgt. hand in steht für „handlungsorientierte Erfahrungsintegration“, hinter diesem trockenen Begriff verbergen sich berufsbezogene Jugendhilfemaßnahmen für gewaltbereite junge Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren. Mit weit überdurchschnittlichen Erfolgsquoten werden diese Jugendlichen im Laufe von ca. neun Monaten in den Arbeitsmarkt vermittelt.

Das Projekt hat den Ansatz, das Selbstbewusstsein der Jugendlichen so zu stärken, dass sie auf Gewalt als Durchsetzungsmittel verzichten und sich über demokratische Verhaltensweisen in den normalen Alltag und in die Gesellschaft integrieren können. Voss beeindruckte mit seiner Arbeit auch den Innenminister Nordrhein-Westfalens, Ingo Wolf. Die Gesprächsrunde am Stiftungsstand wurde nicht nur häufig von Beifall unterbrochen, das bürgerschaftliche Engagement von Voss steckte auch an: Voss knüpfte im Anschluss noch viele Kontakte zu politischen Vertretern, die ihre Hilfe anboten und informierte sich über den Schülerwettbewerb "Aufhören! Freiheit lernen - Gewalt verhindern".

Irmgard Schwaetzer begrüßt Stipendiaten
Irmgard Schwaetzer begrüßt Stipendiaten
So zeigte sich der Stand der Stiftung für die Freiheit als besonderer Marktplatz im Marktplatz der Möglichkeiten, auf dem die Gäste überdies die Möglichkeit hatten, beim Website-Test der Virtuellen Akademie ihre Homepages auf Herz und Nieren prüfen zu lassen und sich mit einem Quiz auf die Reise durch 50 Jahre Stiftungsgeschichte zu machen.
letzte Änderung: 12.09.2008


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