Moderatorentraining in Porto Alegre, Brasilien
In Porto Alegre im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul fand ein Moderatorentraining der Friedrich-Naumann-Stiftung statt. Teilnehmer waren Mitarbeiter bzw. Mitglieder der Partnerinstitute IEA (Instituto de Estudos Avançados), IEE (Instituto de Estudos Empresariais) und IL (Instituto Liberdade) sowie Mitglieder der liberalen Partei PFL/RS (Partido da Frente Liberal) und der Jugendorganisation PFL Jovem.Eingeladen hatte das Projektbüro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Sao Paulo.
Zu Beginn des Seminars fand ein gemeinsames Abendessen statt, das auch anlässlich eines Treffens früherer Teilnehmer der Internationalen Akademie für Führungskräfte (IAF) der Friedrich-Naumann-Stiftung ausgerichtet wurde. Die Projektkoordinatorin der FNSt in Brasilien, Beate Bunse, konnte zu dieser Gelegenheit den Abgeordneten Onyx Lorenzoni begrüßen, der auch schon Teilnehmer eines Seminars der Stiftung in Deutschland war. Lorenzoni ist heute Vorsitzender der PFL Rio Grande do Sul.
Da das IEA auch Internet-Projekte zu den Themen Kommunalpolitik und Politische Strategien anbietet, waren diese beiden Bereiche inhaltliche Schwerpunkte neben der Vermittlung von Moderationstechniken.
Die Teilnehmer wurden in dem knapp einwöchigen Seminar in den Bereichen Moderation und Konzeption von politischen Bildungsmaßnahmen qualifiziert und sollen zukünftig in Kooperation mit der Stiftung als (Co-)Moderatoren eingesetzt werden.
Die aus Deutschland angereisten Seminarleiter Jörg Dehnert, Leiter der IAF, Joachim Stamp, Referent Politische Bildung Inland, und Wulf Pabst, freiberuflicher Seminarleiter der Stiftung, hatten die Schwerpunktthemen des Moderatorentrainings vorbereitet. Den angehenden Moderatoren wurde der Umgang mit der Metaplan-Technik ebenso vermittelt, wie Grundsätze der Visualisierung mit verschiedenen Medien. Auch der Umgang mit Teilnehmern, die Grundsätze einer guten Moderation und die Wahl der richtigen Methode zum Erreichen verschiedener Lernziele standen auf dem Programm. Immer wieder hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die erlernten Techniken praktisch anzuwenden und in Feedback-Runden auszuwerten.An zwei Tagen beschäftigten die Teilnehmer sich intensiv mit den inhaltlichen Schwerpunkten des Seminars. So erfolgte eine Einführung und Diskussion zu liberalen Prinzipien in der Kommunalpolitik. In einem Expertengespräch mit dem Kommunalpolitiker José Francisco Ferreira da Luz, Bürgermeister der brasilianischen Stadt Santo Antonio da Patrulla, wurde die aktuelle Situation brasilianischer Kommunen thematisiert. Arbeitsgruppen diskutierten im Anschluss die Ergebnisse und entwickelten eigene Reformvorschläge zu den Themen Dezentralisierung, Finanzierung und Bürgerbeteiligung.
Ein zweiter inhaltlicher Schwerpunkt widmete sich dem Thema „Politische Strategien“. In einem eintägigen Baustein stellte Joachim Stamp die Methode des „Konzeptionellen Planens“ vor und sensibilisierte die Zuhörer für strategische Überlegungen im politischen Bereich. Anhand eines konkreten Fallbeispiels einer fiktiven Bürgermeisterwahl erarbeiteten die Teilnehmer auch einige Schritte der Strategie selbst.
Am letzten Tag des Workshops erstellten die Seminarteilnehmer einige Konzepte für konkrete, eigene Bildungsveranstaltungen. Diese Konzepte wurden in Plenum vorgestellt und sowohl von den Seminarleitern als auch vom Plenum ausgewertet.
Jörg Dehnert





