Mehr Effektivität: 4. Jahrestagung Kulturwirtschaft
Mehr Effektivität bei der Förderung der Kultur – das ist das Ziel der 4. Jahrestagung Kulturwirtschaft der Friedrich-Naumann-Stiftung am 3. und 4. Mai in Berlin im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Das Konzept einer kohärenten Politik für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa soll weiterentwickelt und ausgebaut werden. Kohärente Politik wird verstanden als eine angesichts der Branchenvielfalt koordinierte Politik, die Kulturwirtschaft effektiver als bisher stärken und fördern kann. Schon heute ist der Beitrag der Kreativwirtschaft zum Bruttoinlandsprodukt Europas höher als der der Immobilienbranche oder der Chemie-Industrie. Die Beschäftigung in der Kreativwirtschaft wuchs von 2002 bis 2004 um ca. 2 Prozent, während die Gesamtbeschäftigung in der EU in diesem Zeitraum abnahm.Die Tagung bietet Akteuren der Kulturwirtschaft ein Forum, um in den Austausch mit Vertretern der Politik zu treten und Anforderungen an eine kohärente Politik zu formulieren. Folgende Fragen werden diskutiert:
- Wie können Strategien verschiedener politischer Akteure - Kommunen, Regionen, der EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Union - koordiniert werden?
- Wie kann bei zielgerichtetem, koordiniertem Handeln die Heterogenität und Eigenart der Kulturbranchen, die so gegensätzlichen Markterfordernissen wie der Unikaterstellung einerseits und der Serienproduktion andererseits unterliegen, erhalten und gestärkt werden?
- Welche Strategien und Maßnahmen sind für Akteure der europäischen Kreativwirtschaft im globalen Wettbewerb notwendig?

Unterstützer der Konferenz Der Fokus der diesjährigen Tagung liegt auf der europäischen Kultur- und Kreativwirtschaft im globalen Wettbewerb. Grundlage ist die von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie „The Economy of Culture in Europe“ sowie der Vergleich der verschiedenen Branchen der Kreativwirtschaft in Europa zum globalen Umfeld. Davon ausgehend wird die Kulturwirtschaftspolitik verschiedener Staaten innerhalb der Europäischen Union vorgestellt. Ebenso wird über aktuelle Entwicklungen in Indien, Brasilien und Asien berichtet. Darüber hinaus wird die Auswärtige Kulturpolitik Thema der Veranstaltung sein. Es folgt der Blick auf die Zukunft der Kultur- und Kreativwirtschaft Europas aus der Praxis: Vertreter aus verschiedenen Kreativ-Branchen stellen ihre Sicht der Lage der Kulturwirtschaft vor und betrachten künftige Herausforderungen.
In branchenspezifischen Panels werden die Anforderungen an eine kohärente Kulturwirtschaftspolitik formuliert und Maßnahmen zur Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft erarbeitet.
Programm und Anmeldung





