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Medienakademie: Die Pressefreiheit im Zangengriff

Die Zustimmung auf Seiten der Medien war groß und nahezu einhellig: die Karlsruher Richter haben mit ihrem Urteil vom Februar 2007, dass die Durchsuchung der Redaktionsräume des Magazins „Cicero“ wegen der Veröffentlichung geheimer BKA-Dokumente verfassungswidrig war, die Demokratie gestärkt. Die Selbstreinigungskräfte unseres politischen Systems scheinen also zu funktionieren.

Zeit sich zurückzulehnen? Keineswegs!

Teilnehmer der 5. Medienakademie vor einem Jahr
Teilnehmer der 5. Medienakademie vor einem Jahr
Denn trotz des klaren Urteils aus Karlsruhe drohen geplante Gesetzesvorhaben (Stichwort: Online-Durchsuchungen) den Informantenschutz abermals zu verletzen und die journalistische Arbeit erneut zu untergraben. Darüber hinaus sehen Medienforscher im wachsenden Einfluss von PR auf die journalistische Informationsarbeit die redaktionelle Unabhängigkeit gefährdet und damit die Pressefreiheit im Kern bedroht. Aus rein kommerziellen Gründen sei ein „Trend zum Gefälligkeitsjournalismus“ feststellbar.

Welche Verantwortung haben Verleger? Bleiben Qualitätsanforderungen vor dem Hintergrund von Rationalisierungsdruck und Renditeerwartungen auf der Strecke? „Keine Demokratie kann sich das leisten“ kommentierte der Sozialphilosoph Jürgen Habermas in einem besorgten Beitrag über die Zukunft der seriösen Presse.

Wir laden Sie ein zu einer spannenden Diskussion am 1. und 2. November in unserer 6. Medienakademie für junge Journalisten/-innen in Potsdam und Berlin.

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letzte Änderung: 12.09.2008


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