Multiethnisches Frauenseminar in Gostivar
In der westmazedonischen multikulturellen Stadt Gostivar (81 000 Einwohner, davon 66 % Albaner, 19 % Mazedonier, 10 % Türken, 3 % Roma) ein kommunalpolitisches Frauenseminar statt. Die Veranstaltung wurde von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Kooperation mit den Partnerorganisationen der mazedonischen und albanischen Frauen „Women Action“ und „Perspektiva“ organisiert.
Gruppenbild der Teilnehmer. Im Hintergrund: Viele Neubauten, ein Beweis für die schnelle Entwicklung der Stadt Gostivar Kernthemen der Veranstaltung waren die Rolle der multiethnischen Bürgerinitiativen in der kommunalen Selbstverwaltung und die wachsende Rolle der Frauen in der Politik und in der Bürgergesellschaft. Unter den 35 Teilnehmern waren albanische, mazedonische, türkische und Roma-Frauen aus unterschiedlichen Berufsgruppen - Unternehmerinnen, Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen, Beamte und NGO-Expertinnen.

V. l. n. r.: Dragica Milosevska, Präsident von Women Action, Asparuch Panov, Projektkoordinator der Stiftung und Dr. Rizvan Sjuleimani Als Referenten und Diskussionspartner präsentierten sich sich zwei bekannte Politiker – Dr. Rizvan Sjuleimani, Minister für Kommunale Selbstverwaltung a.D., Vize–Verteidigungsminister a.D. und ehemaliger Parlamentsabgeordneter sowie Dr. Zoran Shapurik, Vorstandsmitglied der LDP, Umweltminister a.D., ehemaliger Parlamentsabgeordneter und Gemeinderat. Auch Vertreter der Gemeindeverwaltung von Gostivar nahmen am Seminar teil.
Die lebhaften und inhaltreichen Diskussionen waren eine klare Bestätigung dafür, dass eine öffentlich anerkannte politische Arbeit auf kommunaler Ebene nur auf einer langfristig angelegten Bildungsarbeit in den Regionen aufgebaut werden kann, die von der Stiftung für die Freiheit auch in diesem Jahr maßgeblich mitgetragen wird.
Der gewinnbringende multiethnische Dialog zwischen Entscheidungsträgern von Regierung und Gemeindeverwaltung einerseits und Vertretern der Bürgergesellschaft andererseits zeigte eindeutig, dass Mazedonien in den letzten Jahren eine erfreuliche
Entwicklung erlebt hat. Es hat sich von einem Land am Rande des Bürgerkrieges zu einer funktionierenden Demokratie entwickelt, deren EU-Orientierung außer Zweifel steht.
Dr. Asparuch Panov, Ksenija Cockova





