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Liberalismen und Fundamentalismen

Konferenz in Sarajevo (Bosnien-Hercegovina) 26.-28.04.2004

Moscheen prägen das Bild Sarajevos
Moscheen prägen das Bild Sarajevos
Nicht erst seit dem 11. September 2001 beherrscht die Frage nach der politischen Sprengkraft des politischen und des religiösen Fundamentalismus die politische und wissenschaftliche Diskussion in weiten Teilen der Welt.


Konferenz in Sarajevo (Bosnien-Hercegovina), 26.-28.04.2004

Noch vor wenigen Jahren gehegte Hoffnungen, daß – mit dem Abtreten der meisten kommunistischen Regime und der Auflösung des Sowjetblocks – der „Endsieg“ der Demokratie erreicht sei, ja daß die Weltgeschichte in eine neue, höhere Entwicklungsstufe eingetreten sei, haben sich bereits mit den Balkan-Kriegen der 1990er Jahre und ihrem für viele Zeitgenossen unerwarteten Wiederaufleben längst als überwunden betrachteter ethno-religiöser Tendenzen und nationalistischer Emotionen als illusorisch erwiesen. Die Entwicklungen nach dem 11. September, insbesondere der Krieg im Irak, haben nicht dazu beigetragen, die Welt als vor den Bedrohungen des Fundamentalismus gefeit erscheinen zu lassen.

In dieser Zeit besonderer und neuer Herausforderungen der liberalen Demokratie im Weltmaßstab ist es von essentieller Bedeutung, daß sich Liberale mit den Fundamentalismen in ihren verschiedenen Erscheinungsformen auseinandersetzen. Einen Beitrag zu dieser höchst komplexen und ebenso schwierigen wie häufig emotionsbeladenen Thematik möchte das Projekt Südosteuropa I (Kroatien, Bosnien-Hercegovina) in Partnerschaft mit dem „Internationalen Forum Bosna“ aus Sarajevo mit der Konferenz unter dem Rahmentitel „Liberalisms and Fundamentalisms“ (in bosnisch-serbisch-kroatischer und in englischer Sprache) leisten. Mit angesehenen und fachlich ausgewiesenen Referenten aus Bosnien-Hercegovina, Kroatien, Deutschland, Frankreich, den USA, Malaysia und der Türkei sowie mit weiteren Gästen aus Serbien-Montenegro, Georgien und Aserbeidschan wird in einer von den Konflikten der 90er Jahre in tragischer Weise in Mitleidenschaft gezogenen Stadt, nämlich in Sarajevo, im Rahmen von drei Arbeitssitzungen zu folgenden Problemkreisen diskutiert:


1. Vielfalt und das Individuum: Grundwerte in der Tradition des Liberalismus und in traditionellen religiösen Kulturen
2. Religiöser und Politischer Fundamentalismus : Fallstudien
3. Globalisierung und Demokratie: Aus liberaler und religiöser Sicht.


Den Einführungsvortrag wird Bundesminister a.D. Dr. Otto Graf Lambsdorff, Vorsitzender des Vorstandes der Friedrich-Naumann-Stiftung, halten.

Dr.Hans-Georg Fleck
Projektleiter für Kroatien und Bosnien-Hercegovina


Weitere Details zur Veranstaltung entnehmen Sie dem Tagungsprogramm und der Referentenliste.

Anfragen direkt an die Stiftungsbüros in Zagreb
Telefon +385-1- 4864229,
E-mail: office18.croatia@zagreb.fnst.org
E-mail: adnan.huskic@sarajevo.fnst.org

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