Liberaler Europaabgeordneter besucht Türkei

Chatzimarkakis im Gespräch mit Ex-Außenminister Yasar Yakis Dr. Jorgo Chatzimarkakis, FDP-Abgeordneter im europäischen Parlament, zu Besuch bei der Friedrich-Naumann-Stiftung in der Türkei - Ziel war es, mit Politikern und vor allem den Partnern der Stiftung die Chancen, Risiken und Perspektiven des EU-Beitritts der Türkei zu erörtern und dabei den türkischen Gesprächspartnern die Position des Europäischen Parlamentes, der ALDE-Fraktion aber auch der FDP zu erläutern.
Can Paker, Vorsitzender von TESEV, einem der renommiertesten Stiftungspartner, informierte Dr. Chatzimarkakis über die neuesten zivilgesellschaftlichen Entwicklungen in der Türkei, insbesondere nach der Ermordung des Schriftstellers Dink. Dabei wurden sowohl die Perspektiven wie auch die Haupthindernisse des notwendigen Demokratisierungsprozesses ausführlich erörtert.

Roundtable-Gespräch mit ARI In einem Roundtable zum Thema „Turkey and EU-Perspectives“, organisiert vom Stiftungspartner ARI, referierte Chatzimarkakis vor mehr als 30 Teilnehmern die Position der EU aus liberaler Sicht. Im Anschluss an seinen Vortrag standen in der Diskusion insbesondere die Aspekte Türkentum, Religionsfreiheit und die Zypernfrage im Vordergrund. Sowohl in seinem Vortrag wie auch auf intensives Nachfragen der Teilnehmer unterstrich der Liberale unzweifelhaft, dass die Tür zur EU-Mitgliedschaft für die Türkei bei Erfüllen der Kopenhagener Kriterien weit offen stehe. Mit Verweis auf den Bericht der EU-Kommission stellte der FDP-Abgeordnete heraus, dass es sich um einen mehrjährigen Prozess handele, der keineswegs unterbrochen oder aufgehalten worden sei. Er plädierte dafür, sich zunächst auf das Machbare zu konzentrieren und die Problempunkte zunächst einmal - wie von der Kommission auch beschlossen - außen vor zu lassen und zu einem späteren Zeitpunkt zu diskutieren.





