Liberaler Dialog in Istanbul

Die Teilnehmer des Workshops Überall auf der Welt müssen Liberale ihre Kräfte bündeln, um ihre politischen Vorstellungen besser durchsetzen zu können. Deshalb trafen sich in Istanbul Vertreter von liberalen Organisationen aus 5 Ländern.
Können liberale Demokraten aus dem Nahen Osten durch Erfahrungsaustausch, Zusammenarbeit und Programmvernetzung ihre gesellschaftspolitischen Arbeitsansätze bündeln? Welche gemeinsamen Aufgaben stellen sich Ihnen dabei? Zur intensiven Diskussion über diese Fragen trafen sich leitende Mitarbeiter liberaler Foren, Vereinigungen und zivilgesellschaftlicher Gruppen aus Ägypten, Israel, Jordanien, Palästina und der Türkei in Istanbul.
In einem dreitägigen Workshop erarbeiteten die 35 Teilnehmer des Workshops liberale Antworten auf politische Herausforderungen in der Region.
Ein Schwerpunkt der Diskussion war die Auseinandersetzung mit dem in der Region verbreiteten religiösen Fundamentalismus und den daraus folgenden gewalttätigen politischen Aktionen. Leitlinie war die Erörterung, welche Ansätze und Beiträge liberales Denken leisten kann und welche Aktionen freiheitliche zivilgesellschaftliche Organisationen unternehmen können, um die geistigen Grundlagen terroristischer Gewalt zu bekämpfen. Es bestand Einvernehmen darüber, dass sich die liberalen Partner der Friedrich Naumann Stiftung im Nahen Osten den besonderen Herausforderungen in der Region stellen müssen. Deshalb fokussierte der liberale Dialog auf die Formulierung gemeinsamer Ansätze und Maßnahmen zur Stärkung liberaler demokratischer Strukturen in der Region.

Dr. Rolf Freier, Moderator des Liberalen Dialogs Nicht nur in der Türkei haben Intellektuelle, die liberale Ziele außerhalb und innerhalb bürgergesellschaftlicher Organisationen anstreben, wichtige Impulse für politische Reformen gegeben. Vom „Liberalen Dialog“ in Istanbul werden neue Anstöße für politisches Engagement der bürgergesellschaftlichen Organisationen im Nahen Osten ausgehen.
Das Treffen war ein wichtiger Schritt zur Entwicklung einer gemeinsamen Agenda der Partner der Friedrich Naumann Stiftung. Weitere Schritte werden folgen. Angesichts der virulenten und latenten Konflikte in der Region war allen Teilnehmern klar, dass die Liberalen in der Region noch eine lange Strecke auf ihrem gemeinsamen Weg vor sich haben.
Die Weichen für eine zielgerichtete Zusammenarbeit sind nun gestellt.





