Liberale aus Ghana: Über Wahlsiege und Weggefährten
Studienreise ghanaischer Liberaler nach Brüssel und Berlin

Vertreter der NPP G11 mit dem Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Wolf-Dieter Zumpfort, und der Referentin für Subsahara-Afrika, Denise Dittrich
Wie man auf Wahlsiege hinarbeitet und weshalb Weggefährten dabei hilfreich sind – an diesen Themen arbeiteten liberale Angehörige der ghanaischen Oppositionspartei New Patriotic Party (NPP) bei einer Studienreise in Brüssel und Berlin. Sieben Mitglieder der liberalen Gruppe „G11“ innerhalb der NPP führten Gespräche mit Experten von Parteien, Parlamenten und Institutionen.
Ganz vorn standen für die Partner der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Fragen nach der Wahlkampfstrategie. Im Dezember 2012 wird das ghanaische Parlament neu gewählt, doch der Wahlkampf in dem westafrikanischen Land hat bereits begonnen. Vor der Sommerpause erst verteidigten die Abgeordneten ihre Nominierungen innerhalb der Partei. Nach dem Erfolg bei den „Primaries“ steht nun die Arbeit in den Wahlkreisen für sie ganz oben auf der Agenda.
Erfolgreiche Kommunikation, klare Kernbotschaften, liberale Inhalte verständlich und glaubhaft vermitteln: In Gesprächen mit Experten wie Lord John Sharkey, der erfolgreich die vergangene Wahlkampagne der britischen Liberal Democrats führte, mit Sir Graham Watson MdEP und den Wahlkampfstrategen der FDP in Berlin wurden die Erfolgsfaktoren und die Stolperfallen für erfolgreiche Wahlkämpfe intensiv und detailliert erörtert.
Die Abgeordneten können sich hierbei auf die liberalen Netzwerke stützen. Sie diskutierten ausführlich mit Hans van Baalen, Präsident von Liberal International (LI) und Emil Kirjas, LI-Generalsekretär. Auch Nick Branson, Generalsekretär des Africa Liberal Network (ALN) und Slaven Klobucar von der European Liberal Youth (LYMEC) tauschten sich mit der ghanaischen Delegation aus.
Derzeit arbeitet die liberale Gruppe an einem Beitrag zum Wahlprogramm der Gesamtpartei, das im Frühjahr 2012 veröffentlicht werden soll. Die Entwicklung und Formulierung von politischen Positionen für Dialoge und Kampagnen stand deshalb im Mittelpunkt der Diskussionen mit den Kampagnenstrategen in Brüssel und Berlin.
Ein Vortrag zum neuen Afrikakonzept der Bundesregierung und die Kooperation mit Ghana sowie Gespräche mit dem Vorstand der Stiftung für die Freiheit am Hauptsitz in Potsdam beschlossen das Programm.
Werner Nowak





