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In der politischen Karriere Albert Traegers (1830-1912) spiegelt sich fast die ganze Parlamentsgeschichte des Kaiserreiches wieder. Insgesamt 36 Jahre gehörte er dem Reichstag an. Schon als junger Rechtsanwalt in Thüringen unterstützte der gebürtige Augsburger die Fortschrittspartei.
Unter den Politikerinnen der Weimarer Republik war Katharina von Oheimb zweifelsohne eine der schillerndsten Persönlichkeiten. Heute vor 50 Jahren verstarb sie in ihrer rheinischen Heimat.
Hans-Dietrich Genscher, der am längsten amtierende deutsche Bundes- und Außenminister und FDP-Vorsitzende, feiert heute seinen 85. Geburtstag. Der Ausdruck "Genscherismus" steht auch heute noch für eine erfolgreiche liberale Außenpolitik.
1812 ging das von Napoleon besiegte, aber doch eigenständige Preußen einen großen Schritt voran, indem es die weitgehende Gleichstellung der dort ansässigen Juden mit den Rechten und Pflichten der übrigen Staatsbürger festschrieb.
Württemberger wie Theodor Heuss, Reinhold Maier oder Wolfgang Haussmann haben die frühe FDP ganz entscheidend geprägt. Bis zu seinem frühen Tod im Alter von 61 Jahre gehörte auch Eberhard Wildermuth in die Riege der herausragenden liberalen Schwaben der jungen Bundesrepublik.
Mit seinem Antrag auf "Spezialisierung des preußischen Haushaltes" machte der preußische Landtagsabgeordnete Adolf Hagen im März 1862 Geschichte: Als der Antrag angenommen wurde, verstand König Wilhelm dies als Kampfansage des Abgeordnetenhauses.
Der Heilbronner Fabrikant Peter Bruckmann kam dem Ideal eines Liberalen, wie es sich Friedrich Naumann und Theodor Heuss vorstellten, ziemlich nahe: wirtschaftlich erfolgreich, gesellschaftlich im freiheitlichen Sinne engagiert, ästhetischen Dingen gegenüber aufgeschlossen.
Im ersten Jahrzehnt nach der Reichsgründung von 1871 war die Nationalliberale Partei die dominierende politische Kraft in Deutschland. Bismarcks wirtschaftspolitische Wende Ende der 1870er Jahre setzte die Partei jedoch einer Zerreißprobe aus…
Im 19. Jahrhundert waren Liberale als Präsidenten des Nationalparlaments keine Seltenheit. Allerdings kamen sie zumeist aus den Reihen des gemäßigten Liberalismus. 1912 wurde dann erstmals mit Johannes Kaempf ein Linksliberaler zum Reichstagspräsidenten gewählt.
Fragt man nach den Vordenkern der Entspannungspolitik, so fällt häufig zuerst der Name Egon Bahr, des engen Vertrauten von Willy Brandt. Doch auch die Liberalen hatten einen ähnlichen außen- und deutschlandpolitischen Strategen in der Person von Wolfgang Schollwer.