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1925 und 1926 konnte Stresemann mit dem "Vertrag von Locarno", dem "Berliner Vertrag" und dem "Frühstück von Thoiry" Aufsehen erregende Erfolge feiern, die Deutschland wieder zum weitgehend gleichberechtigten Mitglied der Völkergemeinschaft machten.
Zu den turnusgemäßen Neuwahlen trat die Fortschrittspartei erstmals an, in der sich die entschiedeneren Kräfte des preußischen Liberalismus zusammengefunden hatten. Und sie konnte einen grandiosen Erfolg feiern, trotz des geltenden undemokratischen Dreiklassenwahlrechts.
Die Entwicklung des deutschen Liberalismus in der "Reichsgründungszeit" lässt sich exemplarisch am Juristen und Journalisten Friedrich Dernburg aufzeigen. Geboren 1833 im damals zu Hessen gehörigen Mainz wurde er als Korpsstudent im Sinne der liberalen Nationalbewegung politisiert.
Für die großartige kommunalpolitische Tradition, die der deutsche Linksliberalismus gerade auch in Berlin hat, steht neben Rudolf Virchow und Hugo Preuß auch ein Mann wie Heinrich Runge. 1848 stand er auf Seiten der Liberal-Demokraten und wurde zum Stadtrat gewählt.
Wie etliche andere Weimarer Linksliberale schätzte auch Friedensburg 1945 Chancen für die Wiederbelebung einer liberalen Partei gering ein und unterstützte das Projekt einer bürgerlich-christlichen Sammlungsbewegung; in Berlin gehörte er zu den Begründern der CDU.
Die Position des Schatzmeisters in einer Partei ist meist ein ebenso undankbarer wie unterschätzter Posten. Wie man in dieser Funktion große Wirksamkeit in unauffälliger Weise entwickeln kann, dafür ist aus liberaler Sicht Hans Wolfgang Rubin ein eindruckvolles Beispiel.
Wenn an liberale Landesväter in Südwestdeutschland gedacht wird, dann fällt zumeist der Namen Reinhold Maier. Doch dieser stand im Grunde genommen in einer älteren Tradition, die in den Ländern Baden und Württemberg zugleich schon vorher bestanden hatte.
Selbst vor dem Hintergrund der wenig gefestigten (partei-)politischen Strukturen des 19. Jahrhunderts muss man die politische Karriere von Wilhelm Loewe als sehr bewegt bezeichnen, der 1848 in das Paulskirchenparlament gewählt wurde.
Der Name des Bundesjustizministers Ewald Bucher ist mit zwei großen Streitfragen der frühen 1960er Jahre verbunden: zum einen mit der "Spiegel-Affäre" von 1962, zum anderen mit der Frage der Verjährung von nationalsozialistischen Verbrechen.
Parteisignets werden zwar mitunter im Layout geändert – siehe F.D.P. und FDP -, aber selten substantiell. Bei der "Liberaldemokratischen Partei Deutschlands" herrscht bis in die Gegenwart etwas Verwirrung darüber, wie die offizielle Abkürzung lautete: LDP oder LDPD?