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Liberale Stichtage
Liberale Stichtage - mit dieser Serie erinnert das
Archiv des Liberalismus in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Die runden Jahrestage werden mit interessanten Dokumenten und historischen Bildern angereichert. Die Liberalen Stichtage sind unser Kalenderblatt zur Geschichte des Liberalismus.
Im ersten Jahrzehnt nach der Reichsgründung von 1871 war die Nationalliberale Partei die dominierende politische Kraft in Deutschland. Bismarcks wirtschaftspolitische Wende Ende der 1870er Jahre setzte die Partei jedoch einer Zerreißprobe aus…
Im 19. Jahrhundert waren Liberale als Präsidenten des Nationalparlaments keine Seltenheit. Allerdings kamen sie zumeist aus den Reihen des gemäßigten Liberalismus. 1912 wurde dann erstmals mit Johannes Kaempf ein Linksliberaler zum Reichstagspräsidenten gewählt.
Fragt man nach den Vordenkern der Entspannungspolitik, so fällt häufig zuerst der Name Egon Bahr, des engen Vertrauten von Willy Brandt. Doch auch die Liberalen hatten einen ähnlichen außen- und deutschlandpolitischen Strategen in der Person von Wolfgang Schollwer.
Der 1857 in Stuttgart geborene Conrad Haußmann verstand sich als Kritiker der Zeitzustände, publizistisch und vor allem im Parlament. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Friedrich und mit Friedrich Payer bildete er um 1900 das berühmte Führungstrio der süddeutschen Volkspartei.
Die beeindruckende Riege liberaler Wirtschaftsminister in der Bundesrepublik hatte Vorläufer in der Weimarer Zeit. Zu diesen gehörte für einen kurzen, aber sehr entscheidenden Augenblick der deutschen Geschichte Paul Moldenhauer (1876-1947).
Der deutsche Frühliberalismus entwickelte sich nach 1815 unter sehr schwierigen Bedingungen: Politische Organisationen waren verboten, es herrschte eine strenge Zensur. Immer wieder versuchten mutige Liberale und Demokraten, gegen diese Zustände anzukämpfen.
Nach der Bundestagswahl 1961 galt von Kühlmann-Stumm als ministrabel, das angebotene Ministerium lehnte er jedoch ab. Stattdessen folgte er 1963 Mende an der Spitze der FDP-Fraktion und war damit bei Bildung der Großen Koalition 1966 Oppositionsführer.
Anfang 1912 gelang es den Liberalen, mit vereinten Kräften die sozialdemokratische Hochburg München zu stürmen. Mit dem Pädagogen Georg Kerschensteiner verfügte man über einen renommierten Kandidaten, der die Stichwahl knapp für sich entscheiden konnte.
Seit 1969 Mitglied der FDP engagierte sich Ignatz Bubis in der Frankfurter jüdischen Gemeinde, wurde dann aber wegen seiner Beteiligung an der Umgestaltung des Frankfurter Westends stark von linken Kräften angefeindet und sogar Gegenstand eines Theaterstücks.