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31.07. - Liberale Stichtage: 20. Todestag von Wilhelm Nowack

Wilhelm Nowack
Wilhelm Nowack
Von den Kontinuitäten zwischen Weimarer und bundesdeutschem Liberalismus ist schon öfters die Rede gewesen, Theodor Heuss (vgl. Liberaler Stichtag 31.1.2009) und Reinhold Maier (16.10.2009) sind die bekanntesten Beispiele.

Diese Kontinuität gab es aber auch in der zweiten Reihe, der Wilhelm Nowack (1897-1990) zuzurechnen ist. Der gebürtige Thüringer und promovierte Nationalökonom war bereits während der Weimarer Zeit in der DDP und dem republikanischen Wehrverband „Reichsbanner Schwarz-rot-gold“ aktiv, verlegte auch kurzzeitig die von Friedrich Naumann begründete Zeitschrift „Die Hilfe“; nach 1933 schlug er, der mehrfach inhaftiert wurde, sich als freier Journalist durch.

1946 gehörte er zu den Mitbegründern der Liberalen Partei in Rheinlandpfalz und wurde bald Landtags- und 1949 freidemokratischer Bundesabgeordneter. 1951 übernahm Nowack die Leitung des rheinland-pfälzischen Finanzministeriums, als Landesvorsitzender und stellvertretender Bundesvorsitzender zählte er Mitte der 1950er-Jahre zu den einflussreichsten liberalen Politikern, ehe ihn seine Involvierung in eine Finanzaffäre 1958 zum Rücktritt von allen Ämtern und Funktionen zwang.

1957/1958: Die rheinland-pfälzische Landesregierung zum Jahreswechsel
Reichsbanner-Mitgliedsbuch

Liberale Stichtage - mit dieser Serie erinnert das Archiv des Liberalismus in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Alle bisherigen ‚Stichtage’ finden Sie hier.
letzte Änderung: 26.07.2010


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