Liberale Reformkonzepte für Südkorea
In Südkorea hat der langjährige Partner der Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt), das Center for Local Autonomy (CLA) an der renommierten Hanyang Universität in Seoul, eine von der Stiftung unterstützte Publikation über Sozialpolitik in der Bundesrepublik Deutschland herausgebracht. Der Sammelband ist ein Beitrag zum Reformdialog in Südkorea, in dem die Erfahrungen in Deutschland und die liberale Programmatik aufgegriffen werden.Eine der weltweit niedrigsten Geburtenraten und die daraus resultierende Vergreisung der südkoreanischen Gesellschaft machen auch in Korea nachhaltige Reformen der Sozialsysteme unausweichlich. In der Vergangenheit hatte das FNSt-Büro in Seoul zusammen mit dem Liberalen Institut der Stiftung und koreanischen Partnerorganisationen bereits viel beachtete Veranstaltungen, bei denen liberale Lösungskonzepte in der Sozialpolitik vorgestellt wurden, durchgeführt. Dieser Reformdialog soll durch die Publikation weiter vorangetrieben werden.
In den ersten beiden Kapiteln wird die Geschichte des deutschen Wohlfahrtsstaats und seine Entwicklung bis zur Krise beschrieben. In den folgenden beiden Kapiteln gehen die Autoren auf die Sozialsicherungssysteme und Politikansätze ein. In Kapitel 5 werden, aus den deutschen Erfahrungen abgeleitet, Überlegungen und Lösungsansätze für Südkorea gegeben. Der Sammelband (Auflage: 600) ist in koreanischer Sprache erschienen, um das Thema einer breiteren Leserschaft, vor allem Multiplikatoren in der Politik, Regierung und Wissenschaft zugänglich zu machen. Im vergangenen Jahr wurde Kim Geun-tae, ein langjähriger Partner der Stiftung, zum Minister für Gesundheit und Wohlfahrt ernannt.
Zu einer wichtigen und einflussreichen Publikation für den politischen Reformkurs und Politikdialog hat sich auch das Journal for Local Autonomy and Governance entwickelt, das vierteljährlich von der FNSt und CLA herausgegeben wird.





