Lateinamerika und Europa rücken zusammen
Freihandel und regionale Integration markieren eine neue gemeinsame Agenda
Neue Motivation, Kontakte und Argumente für die politische und wirtschaftspolitische Lobbyarbeit zugunsten von Freihandel und regionaler Integration haben sich lateinamerikanische Partnerorganisationen der Friedrich-Naumann-Stiftung Ende Oktober in Brüssel verschafft. Die sieben Partnervertreter waren auf Einladung des Regionalbüros Lateinamerika und des Internationalen Politikdialogs Brüssel zum Ideen- und Informationsaustausch mit führenden Vertretern der EU und der WHO sowie der liberalen Europaparlamentsfraktion zum EU-Sitz in Belgien gereist. Der Freihandel gilt unter den Liberalen Lateinamerikas aufgrund seines Potentials zur Steigerung ausländischer Investitionen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze als ein maßgebliches strategisches Instrument für die Armutsbekämpfung und ist dementsprechend eins der wichtigsten Themen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung in dieser Weltregion.
Zur Unterstützung dieser vielversprechenden Entwicklung hatte die Friedrich-Naumann-Stiftung in Lateinamerika einen Dialog zwischen ihren politischen Partnerorganisationen und Ansprechpartnern in der Europäischen Union initiiert. Im Rahmen einer Informationsreise an den EU-Sitz Brüssel wurde der Aufbau eines kontinuierlichen und personalisierten Informationsflusses zwischen den beiden Wirtschaftsregionen und den Zielgruppen der Stiftung eingeleitet. Die Reise gab den teilnehmenden Stiftungspartnern aber auch Anregungen und Hilfestellungen für eine problemorientierte Analyse der Umsetzungsmöglichkeit des geplanten Freihandelsvertrags mit der EU und erleichterte die Diskussion und Definition von entsprechenden Fördermaßnahmen erleichtern. Dabei wurden die Teilnehmer auch für eine erfolgreiche Einflussnahme auf den Entscheidungsprozess in Regierungen und Parlamenten vorbereitet werden.
Die Teilnehmer stimmten darin überein, dass das vom Regionalbüro Lateinamerika und der Stiftung in Brüssel gemeinsam entworfene Informationsprogramm umfassend und kompetent die Themen Freihandel und Wirtschaftsintegration behandelt hat. Die Einbeziehung hochrangiger und erfahrener EU-Bertreter trug maßgeblich zum Erfolg des Programms bei, denn es motivierte die Teilnehmer dazu, ihre Positionen in ihren Ländern weiterhin gegen teilweise großen Druck und Widerstände in der Politik und Gesellschaft bekannt zu machen und für Freihandelsverträge und regionale Integration zu werben. Mario Brenes, Regionalbüro Lateinamerika. Übersetzung: Anja Berhorst
Fotos: Manuel Blanke, FNSt Brüssel
Eine Langfassung dieses Artikels im PDF-Format mit weiteren Informationen zum aktuellen Stand der internationalen Zusammenarbeit in Lateinamerika finden Sie hier.
Veranstaltungstipp: Lateinamerika - Der vergessene Kontinent?





