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LI präsentiert Info-Paket zur Finanzkrise

Das Liberale Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat eine Auswahl an Publikationen zum Thema Finanzkrise zusammengestellt. Schon der Überblick zeigt: Wer sich ein Bild machen möchte, kann nicht bei einfachen Erklärungsmustern verharren, nach denen etwa nur ein paar rücksichtslose Spekulanten an den Problemen schuld sind…

 

Folgende Publikationen haben wir für Sie als Paket zusammengestellt, das Sie hier mit einem Klick als ZIP-Datei herunterladen oder hier kostenlos bestellen können:

 

Susanne Maria Schmidt, Olaf Steglich: Aus gegebenen Anlass - oder warum die Ordnungspolitik das einzige Heilmittel für die Finanzmärkte ist

Die Institutionen bestimmen das wirtschaftliche Ergebnis. Die Anreize, die durch politische Rahmenbedingungen gesetzt werden, sind zentral für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Diese Urerkenntnis der liberalen Ökonomen ist auch in dieser krisenhaften Situationen wichtiges Element für die Stabilisierung der Märkte. Denn Liquidität ist hinreichend vorhanden, sie wird nur nicht zur Verfügung gestellt.

 

Steffen Hentrich: Die Finanzkrise eine Folge neoliberaler Politik?

Noch ist die Zeit nicht reif, ein abschließendes Urteil über die Ursachen und Wirkungen der Finanzkrise zu fällen. Eines lässt sich jedoch schon jetzt sagen: In dieser Krise hat der Staat den Markt versagen lassen. Verteilungspolitische, steuerpolitische und geldpolitische Maßnahmen haben gemeinsam mit einem komplizierten Geflecht von Finanzmarktregulierungen die glatte Fahrbahn geschaffen, auf der eigennutzorientierte Unternehmen ins Schleudern gerieten.

 

Immo H. Wernicke: Finanzkrise – Krise der staatlichen Statistik

Das staatliche Informations- und Berichtssystems weist gravierende Systemfehler auf. Parlamentarier und Bürger werden über das Ausmaß der Wirtschafts- und Finanzkrise, über die staatliche Belastung, über die Schieflage zwischen Staat, Banken und mittelständischer Wirtschaft, über die Aufteilung des Volksvermögens in Staats- und Privateigentum und über regionale und lokale Differenzierungen nicht informiert. Die irreführenden Zahlenwerke bedürfen einer grundlegenden Reform so wie das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem.

 

Das Paket enthält auch eine Auswahl aus den folgenden, kürzeren Beiträgen zum Thema:

 

 



Peter Altmiks (Hrsg.) Im Schatten der Finanzkrise

Schuld an der gegenwärtigen Finanzkrise ist nach gängiger Meinung der Kapitalismus. Über die Verantwortung der staatlichen Zentralbanken hingegen wird bislang noch nicht in ausreichendem Maße gesprochen. Das Buch „Im Schatten der Finanzkrise. Muss das staatliche Zentralbankwesen abgeschafft werden?“ korrigiert diese Schieflage. Herausgegeben wird es von Peter Altmiks, Mitarbeiter des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

 

Interview mit dem Herausgeber Peter Altmiks

 

Besprechung des Buches

Zwischen des Autoren des Sammelbandes zeigt sich eine Konsens dahin gehend, dass sich durch ein Freebanking-System die enormen Fehlentwicklungen auf den Finanzmärkten in Zukunft vermeiden ließen. Unterschiedliche Auffassungen herrschen jedoch unter den liberalen Zentralbankkritikern darüber, wie der Übergang am besten gestaltet werden kann und ob dazu die Bindung der Zentralbankwährung an einen Edelmetallstandard wünschbar und möglich ist.

 


 

Mit Keynes in die Krise

John Maynard Keynes ist wieder modern. Vor allem in Politik und Medien beruft man sich gern auf den britischen Ökonomen, der sich vor fast achtzig Jahren anschickte die bis dato gültige Wirtschaftstheorie auf den Kopf zu stellen. Nach der Ansicht von Robert Higgs beruhen dessen Grundannahmen aber auf unzulässigen vereinfachten Prämissen und ist deshalb vorn herein zum Scheitern verurteilt. Der Wissenschaftler macht dabei sechs der wichtigsten Fehler der derzeitigen Debatte aus.

 


 

Mit Keynes aus der Krise?

In der Vergangenheit hatte die keynsianische Konjunkturpolitik erhebliche Kritik unter Ökonomen einstecken müssen. Vor allem auf lange Perspektive wurden inflatorische Tendenzen, ein Anstieg der Staatsverschuldung und die Fehlallokation von Kapital befürchtet. Aber auch in der kurzen Frist ist es fraglich, ob Keynes Rezepte aus der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts tatsächlich die erhoffte stimulierende Wirkung bringen. Die Situation auf den Arbeitsmärkten hat sich seit Keynes Tagen erheblich verändert.

 


 

Weltwirtschaftskrise und das „Österreichisch-Monetaristische-Interventionsmodell“

Dieses Modell versucht die Stärken der verschiedenen liberalen Schulen zur Erklärung der Weltwirtschaftskrise miteinander zu verbinden. Das Österreichische Konjunkturmodell wird zur Erklärung des Crashs und der Depression herangezogen und Friedmans monetaristischer Ansatz zur Erklärung für die drastischen Folgen und zur Beantwortung der Frage, warum die Depression so lang andauerte.

 


 

Finanztheorie: Risiko und Streuung

Die Finanztheorie ist ein Feld, mit dem sich die deutsche Öffentlichkeit intensiver auseinandersetzen muss, denn gerade eine alternde Gesellschaft ist auf den internationalen Kapitalmarkt zur Sicherung der individuellen Lebensrisiken angewiesen. Die aktuelle Finanzkrise hat in vielen Fällen offengelegt, dass die Erkenntnis, dass man Risiken durch Streuung reduzieren kann, breite Schichten der Bevölkerung noch nicht erreicht hat.

 


 

Geschichte wiederholt sich: Kontroverse Geldpolitik um 1825

In den 1830er und 1840er Jahren plagten die britische Wirtschaft erneut wiederkehrende Phasen vom Boom und Rezession. Als 1839 eine bedeutsame Menge Gold aus England abfloss, konnte die Bank von England nur durch massive Kredite der Bank von Frankreich und aus Hamburg gerettet werden. Für die Anhänger der sogenannten Currency School lag die Wurzel des Übels in der Kreditexpansion, die die Bank von England ermöglicht hatte.

 


 

Kritik am New Deal

Der New Deal ist ein wichtiger Bezugspunkt für die Wirtschaftspolitik von Präsident Barack Obama und die weltweite Krisenbekämpfung. Es spricht aber viel dafür, dass Roosevelt die „Große Depression“ nicht etwa überwunden, sondern unter anderen Umständen zeitlich begrenzte Krise mit seinen Eingriffen in das Wirtschaftsgefüge und die Verunsicherung der Investoren erst zu der „Großen Depression“ gemacht hat, die das ganze Jahrzehnt überschattete.

 


 

Das Wettrennen zur Rettung der Weltwirtschaft

Die Ära Greenspan war gekennzeichnet von einem Personenkult und übertriebenem Vertrauen in dessen Fähigkeiten die Wirtschaft zu übersehen und durch seine Geldpolitik einen dauerhaften Aufschwung zu sichern. Greenspan wurde zum Medienstar und Liebling der Anleger. Seine Niedrigzinspolitik war zwar populär, sie hat aber wesentlich zu dem Entstehen der Hypothekenblase beigetragen, deren Platzen die Finanzmärkte seit dem Sommer 2007 erschütterte.

 


 

Nach der Finanzkrise die Inflationsfalle?

Durch die Politik der „Quantitativen Lockerung“, zu der sich inzwischen die Zentralbanken der USA, Englands und Japans bekennen, besteht die Gefahr steigender Inflationsraten. Mit „Quantitativer Lockerung“ ist der Aufkauf von Wertpapieren durch die Zentralbanken gemeint. Am 18. März 2008 hatte die amerikanische Zentralbank (Fed) bekannt gegeben, länger laufende US-Staatsanleihen aufzukaufen und habe damit die Monetarisierung der Staatschuld eingeleitet.

 


 

„Obamonomics“: Steuersenkungen wären bekömmlicher

Generell ist der Weg, die Wirtschaft mit mehr oder minder schlecht Ausgabeprogrammen zu stimulieren, weniger effizient als der Weg über Steuersenkungen. Dies hat eine neue Untersuchung der beiden Harvard-Ökonomen Albert Alesina und Silvia Ardagna aufgezeigt, die die Effekte der derzeitigen US-Wirtschaftspolitik vergleichend in den Kontext früherer Erfahrungen stellt.

 


 

Gute Nachricht von der Globalisierungsfront

Die neueste Publikation der Weltbank über die Erreichung der „Millenium Goals“ zeigt, dass sich die Entwicklungsländer während der Krise deutlich wirtschaftlich deutlich besser gehalten haben als erwartet. Nicht überall werde man die Armut (Zahl der Menschen, die mit 1,25$ am Tag auskommen müssen) halbieren können, so heißt es, doch die Fortschritte seien unübersehbar.

 


 

Mehr Protektionismus in der Krise

Wirtschaftskrisen sind eine Hochzeit des Protektionismus, auch die wirtschaftlichen Nachwehen der globalen Finanzkrise machen hier keine Ausnahme. Absatzprobleme einzelner Hersteller oder Branchen rufen Begehrlichkeiten wirtschaftlicher Partikularinteressen auf den Plan und geben Politikern einen willkommenen Anlass mittels populistischer Rettungsaktionen die eigene Popularität zu steigern.

 


 

Wie nachhaltig ist die Börsenumsatzsteuer?

Ursache für die in diesem Text gezogene Schlussfolgerung, mit der Besteuerung von kurzfristigen Finanzmarkttransaktionen gewännen langfristige Investitionen an Attraktivität, sind gleich zwei Missverständnisse. Zum einen suggeriert der Text, dass der Handel mit Derivaten zu Lasten von längerfristigen Wertpapieren geht, zum anderen bleibt unberücksichtigt, dass die steuerliche Behinderung des Derivatehandels mit negativen Konsequenzen für den gesamten Kapitalmarkt, also auch langfristige Investitionen, einher geht.

 


 

Globales Ungleichgewicht

Durch feste Wechselkurse haben viele Schwellenländer, allen voran China, ihre Währungen an den Dollar gekoppelt. Ihre Währungen blieben unterbewertet, was den Export erleichterte und zur Aufhäufung gigantischer Devisenreserven. Seit der Jahrtausendwende sind die Dollarreserven in den Schwellenländern auf 5 Billionen Dollar angestiegen. Auf Dauer lässt sich das daraus resultierende weltwirtschaftliche Ungleichgewicht nicht aufrecht erhalten.

 


 

Griechenland ist überall

Man mag die Spekulationsgeschäfte mancher Hedge-Fonds, die auf Staatsbankrotte oder den Verfall von Währungen wetten, moralisch verurteilen und die Staatengemeinschaft auffordern, diesem Gebaren endlich Einhalt zu gewähren. Gleichwohl muss man aber auch feststellen, dass Staaten, die ihre Haushalte nicht in Ordnung haben, sie frisieren und sich auf Kosten Dritter verschulden, durch dieses Tun zu Korrekturen gezwungen werden, zu Ausgabenbegrenzung und Haushaltsdisziplin.

 


 

Der Weg in die Knechtschaft einer monetären Planwirtschaft

Anstatt über die tieferen Ursachen der Finanzkrise zu reden, die in unserem Geldsystem und dem staatlichen Papiergeldmonopol liegen, in dem Geld und Kredit aus dem Nichts geschöpft werden, macht man die Freiheit auf den Finanzmärkten für dieses Staatsversagen verantwortlich, obwohl gerade die Finanzmärkte der am stärksten vom Staat regulierte Wirtschaftsbereich sind.

letzte Änderung: 04.08.2010


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