"Kreativität entsteht, wo Neues an die Oberfläche dringt."
7. Jahrestagung Kulturwirtschaft: Kreativität in Metropolregionen – Neue Herausforderungen

Elisabethkirche in Berlin
Eine Branche hat das Krisenjahr überstanden – und zwar mit schwarzen Zahlen: Die Kreativ- und Kulturwirtschaft. Über diesen Erfolg wurde bei der 7. Jahrestagung Kulturwirtschaft diskutiert, zu der die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und das Büro für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft in die St. Elisabethkirche in Berlin eingeladen hatte. Das Thema „Kreativität in Metropolregionen – Neue Herausforderungen“ traf auf großes Interesse der Besucher und führte zu zahlreichen interessanten Diskussionen in großer Runde.

Berndt
“Wenn sich Berlin etwas leistet, dann Kultur in Hülle und Fülle“ – mit diesen Worten betonte Rolf Berndt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, in seinem Grußwort zum Auftakt der Tagung die Notwendigkeit von Kultur.

Fesel
Berndt appellierte an die Teilnehmer, neue Wege zur Erhaltung des deutschen Kulturniveaus einzuschlagen, da die staatliche Finanzierung ausgeschöpft ist. Weiter sagte Berndt, die Kulturwirtschaft sei ein Bereich, in dem Integration gut funktioniere. Für Bernd Fesel, Geschäftsführer des Büros für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft, ist die Kulturwirtschaft eine Branche, die immer wieder zu verstehen weiß, neue Themen aufzugreifen. Um auch in ländlichen Regionen die Kultur- und Kreativwirtschaft voranzutreiben, bedürfe es jedoch noch weiterer Projektarbeit.
Branche als Jobmotor

Otto
Hans-Joachim Otto MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (FDP), lobte in seinem Impulsreferat die deutsche Kulturwirtschaft, die auf dem richtigen Weg sei. "Aus Kreativität entstehen Schlüsselkompetenzen", sagte Otto, und daraus entwickelten sich Innovationen und technologische Fortschritte. Angesichts der Umsatzzahlen der Kultur- und Kreativwirtschaft im Krisenjahr 2009 habe sich die Branche ein weiteres Mal als Jobmotor bewiesen. Das Kompetenzzentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft leiste dafür eine erfolgreiche Arbeit. Durch die Unterstützung der vielen Klein- und Kleinstunternehmen werde "der Humus für die Dynamik der Branche" gebildet.

Blumenthal
In seinem Impulsreferat blickte Sebastian Blumenthal MdB (FDP) auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf gesellschaftliche Entwicklungen. Die Politiker könnten den Filter Zeitung oder Fernsehen umgehen und selbst als Sender fungieren, sagte der Vorsitzender des Unterausschusses „Neue Medien“ und Mitglied der Enquete-Komission „Internet und digitale Gesellschaft“ des deutschen Bundestages. Blumenthal sieht darin eine große Chance für die Kommunikation zwischen Politik und Gesellschaft. Die neuen Medien seien die "Basis für viele Chancen, die wir heute noch nicht einschätzen können", für die wir aber offen sein sollten.





